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Blog / A Sackerl dazu? - Nein DANKE!

Autor: Max Frey

Die Frage „Gratis-Sackerl dazu?“ sollte man als umweltbewusster Mensch prinzipiell mit Nein beantworten. Denn mit jeder Annahme eines solchen Angebots, mit welchem Geschäftebetreiber vor allem ihre Namen und Schriftzüge in der Öffentlichkeit platzieren wollen, wird mehr von diesem so unsagbar umweltschädlichen Material an den Mann oder die Frau und letztendlich in den Müll oder Natur gebracht.

Die Konsequenzen daraus sollten allgemein bekannt sein, oft genug waren in den letzten Monaten Bilder von und Berichte über Plastikablagerungen in den Weltmeeren zu sehen! Dazu dennoch ein paar Kennzahlen zur Veranschaulichung: Rund sechs bis zehn Prozent der weltweiten Kunststoffproduktion landen laut einer Studie des deutschen Umweltbundesamts in den Weltmeeren. Weltweit werden pro Jahr rund 300 Millionen Tonnen Kunststoffe hergestellt. Es ist davon auszugehen, dass bis zu 30 Millionen Tonnen davon pro Jahr weltweit im Meer laden – davon in Europa allein 3,4 bis 5,7 Millionen Tonnen pro Jahr.

Auch wenn man der Einfachheit halber seinen Einkauf in einem Plastiksackerl verstauen sollte, gilt es zu bedenken: Oft wird ein- und dasselbe Plastiksackerl ganz sicher nicht benutzt! Denn das Material nützt sich ab. Vor allem prall gefüllte Plastiksackerl halten nicht lange, speziell rund um die Grifflöcher gibt es bald Risse oder zumindest Tragespuren. Dann taugt es allenfalls noch als Mistsackerl – und landet samt Inhalt in eben diesem!

Zumindest in Supermärkten sind die Sackerln ja nicht mehr gratis. Und das ist gut so, denn manche Verbraucher beginnen bzw. begannen sich dadurch zu überlegen, dass es nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann, jedesmal ein neues Sackerl zu erstehen. Und wer in der Lage ist, ein bisschen mitzudenken, handelt vorausschauend  und bringt seine Einkaufstasche, ein Einkaufswagerl oder einen Rucksack von vornherein mit!

Etwas teurer als die Plastik- sind im Supermarkt die Papiertaschen. Ganz so umweltfreundlich wie man gemeinhin meinen mag, ist aber diese Alternative nicht: Zwar können Papiertaschen durch ein mittlerweile gut entwickeltes Recycling-System und das verwendete Material leichter entsorgt und abgebaut werden. Durch den hohen Ressourcenverbrauch in der Herstellung müsste die Papieralternative jedoch dreimal so oft wie ein Plastiksackerl benutzt werden, um diese umweltschädlichen Nachteile auszugleichen.

Denn für die Produktion der papierenen Einkaufstaschen werden extra lange und reißfeste Zellstofffasern mit Chemikalien verwendet. Dabei kommt es zu hohem Wasserverbrauch und äußerst kritischen Werten an CO2-Ausstoß. Auch rein gebrauschpraktisch ist das Papiersackerl nicht so toll: Zu stark beladen kann das Material leicht reißen und man muss die eingekauften Waren vom Gehsteig oder gar von der Straße aufklauben – und sich dann erst recht überlegen, wo man sie nun verstaut! 

Stoff- bzw. Jutetaschen erscheinen insgesamt als sinnvollste Alternative zu den erwähnten Materialien. Zu beachten ist dabei aber: Zieht man die gesamte Produktionskette solcher Taschen in Betracht, so werden sie im ökologischen Vergleich nur durch oftmaligen Gebrauch umweltfreundlich! Deutsche Experten haben errechnet, dass Taschen aus Baunwollmaterial mindestens zwischen 25 und 32 Mal verwendet werden müssen, um in der ökologischen Bilanz besser abzuschneiden als Papier und Kunststoff.

Am besten hat man eine Stofftasche also immer bei sich, wenn man unterwegs ist. Dann wird es schon zur regelmäßgen Verwendung anstelle der Annahme neuer Taschen und somit zur Nachhaltigkeit kommen! Oder noch besser: Der Einkauf kommt in Korb oder Rucksack!


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