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Blog / Meine Welt: Wenn die Politik nichts macht, müssen wir was machen!

Liebe Leute,

normalerweise schreibe ich für diesen Umwelt-Blog nur Texte, in denen praxisbezogene Tipps für umweltschonende Wege der Alltagsbewältigung enthalten sind. Diese sind übrigens bitte nicht als Anweisungen oder Belehrungen aufzufassen, sondern es handelt sich um Anregungen, was jeder einzelne Mensch beachten und auch umsetzen kann, um unsere Welt noch ein paar Tage länger zu erhalten als es derzeit möglich scheint. Diesmal komme ich aber nicht umhin, mir den Zorn über politische Verantwortungsträger rund um den – so bedrohten – Globus von der Seele zu schreiben!
 

Der Klimagipfel von Kattowitz ist das aktuellste Beispiel für diese Misere. Da sitzen honorige Herrschaften aus aller Herren Länder fast die gesamte erste Dezember-Hälfte zusammen, um letztlich eine Erklärung zu präsentieren und groß abzufeiern, in welcher man sich auf gemeinsame Regeln zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 geeinigt hat! Aber auf nichts darüber hinaus, vor allem auf keine konkreten Maßnahmen! Also wieder einmal hauptsächlich Geld- und vor allem Zeitverschwendung! Wenn der internationale Klimaschutz-Prozess in diesem Tempo weitergeht, könnte die erste globale Einigung auf verbindliche Maßnahmen in etwa mit dem totalen Zusammenbruch des Ökosystems Erde zusammentreffen...

Das Verhalten gewisser Politiker, wenn es um die Schonung der lebenswichtigen natürlichen Ressourcen geht, strotzt ja schon lange nur so von völliger Verantwortungslosigkeit, Wurschtigkeit, Ignoranz und insgesamt einer Respektlosigkeit gegenüber dem Leben. Das beginnt in Österreich, wo vor inzwischen mehr als zehn Jahren die damalige Regierungsriege PR-wirksam mit der Bahn von Wien nach Linz zu einer dort abgehaltenen Regierungsklausur fuhr. Schon im Zug hatte man sich über gewisse Umweltthemen beraten, schön eingefangen von den Kameras.

Worüber Fernsehen, Radio und Zeitungen aber nicht berichteten, war, dass sämtliche Chauffeure der Herren und Frauen Politiker die Dienstwägen leer nach Linz steuerten, damit die selbsterklärten „Umwelthelden“ nicht auch noch den Rückweg in den offenbar nicht bequem genugen Waggons der Eisenbahn auf sich nehmen mussten.

Ungefähr zu dieser Zeit gab es auch einen Umweltminister – ich bin so nett, seinen Namen nicht zu nennen – der der Bevölkerung riet, angesichts des hohen Schadstoffausstoßes im Flugverkehr beim Sommerurlaub von Fernreisen per Flugzeug Abstand zu nehmen. Der selbe Minister fehlte dann ein paar Wochen später beim sogenannten Sommerministerrat, weil er auf Mauritius urlaubte. Wie er wohl dorthin kam? Was man als angebliches Vorbild dem gemeinen Fußvolk so rät, gilt offenbar nicht für einen selbst!

Doch wie meistens ist die Alpenrepublik auch hier nur ein kleiner Fisch im internationalen Geschehen. In vielen Ländern dieser Erde gibt es nur sehr lasche Gesetze im Sinne des Umweltschutzes, während die sogenannten „Tigerstaaten“ kaum bereit sind, ihren ökonomischen Aufholprozess mit Investitionen in nachhaltige Umweltmaßnahmen zu torpedieren.

Ja, und dann gibt es noch einen Mann, der seit Anfang 2017 Präsident der USA spielen darf. Seinen Namen muss ich wohl nicht nennen, dass genau dieser – sehr mächtige – Mann aber den Klimawandel zunächst leugnete und dann mit der Einschränkung, dass er nicht von Menschenhand entstanden sei, doch einräumte, das will hier auf jeden Fall festgehalten sein! Die augenscheinliche Ignoranz dieses Präsidenten kam auch beim jüngsten G-20-Gipfel in Buenos Aires zum Ausdruck. Da waren die Vereinigten Staaten die einzige der 20 teilnehmenden Nationen, die das gemeinsame Bekenntnis zu den Pariser Klimaschutzzielen nicht mittrugen.

Und wenn ich eingangs angedeutet habe, dass es diesmal keine Praxistipps gibt, möchte ich euch doch diesmal sogar eine Anweisung mit auf den Weg geben. Sie lautet: Wenn „die da oben“ nicht bereit sind, Verbesserungen für die Umwelt herbeizuführen bzw. Maßnahmen zur Rettung des Lebensraums Erde zu treffen, dann sind „wir da unten“ umso mehr gefordert! Jede/r Einzelne kann, ja MUSS, seinen/ihren Beitrag leisten! Manchmal reicht es dazu übrigens schon, das Hirn einzuschalten und dann den Gedanken folgend zu handeln.


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