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Blog / Was bringt das Einwegplastikverbot der EU?

Text: Max Frey

Ab 2020 sind also Einwegplastiksackerl in der EU verboten.

Laut Einwegplastikrichtlinie kommen 2021 noch Verbote von Produkten, für die es nachhaltigere Alternativen gibt, dazu -  nämlich Wattestäbchen, Teller, Besteck, Strohhalme und Luftballonstäbe. Plastikbecher und Lebensmittelverpackungen sollen spürbar reduziert werden. Was bedeutet das nun konkret? Eines steht fest: Erste Schritte hin zu einer Verbesserung wurden gesetzt – mehr aber auch nicht.

Nach wie vor gilt also: Jede und jeder einzelne sind angehalten, in ihrem Konsumverhalten und sonstigen Leben möglichst auf Produkte aus Plastikkunststoffen zu verzichten, wenn es sinnvolle Alternativen dazu gibt. Dies lässt sich am allerbesten beim Transport von Dingen, vor allem Einkäufen bewerkstelligen. Dazu gab es in diesem Blog bereits einmal einen Beitrag, daher hier nur ganz allgemein: Handelt nachhaltig, verwendet robuste Stofftaschen oder Rucksäcke, lasst euch von Kaufleuten keine Sackerln andrehen!

Wünschenswert wäre auch, dass der Handel schon in diesem Jahr großteils umstellt. Nicht nur im Sinne eines schrittweisen Übergangs, sondern vor allem, weil jedes nicht ausgegebene Plastiksackerl einen kleinen Schritt in Richtung Besserung der Situation darstellt. Die bereits existierenden Unmengen an Plastikablagerungen in den Weltmeeren sind ja hinlänglich bekannt.

Verschiedene Supermarktketten haben jedenfalls schon die Etablierung einiger alternativer Verpackungsmaterialen angekündigt. Statt dem (Gratis-)Obstsackerl testet eine große Kette zum Beispiel derzeit ein waschbares Mehrweg-Polyesternetz mit Zugband. Vermutlich ist das nicht der Umwelt-Weisheit letzter Schluss, aber es ist zumindest nachhaltiger als jede Einwegverpackung.

Nicht alles wird verschwinden, so wird es zum Beispiel das „Sackerl fürs Gackerl“ weiterhin geben. Die kleinen Plastiksackerl für Hundstrümmerl werden nämlich nicht verboten. Das Umweltministerium hat jedoch die Gemeinden darauf hingewiesen, dass es „Gackerl-Sackerl“ auch in umweltschonenden, nämlich abbaubaren, Varianten gibt.

Das Umweltministerium erwartet vom Einweg-Plastiksackerlverbot einen jährlichen Rückgang von 5.000 bis 7.000 Tonnen an weggeworfenen Kunststofftragetaschen. Die Umweltschutzorganisation  Greenpeace begrüßt prinzipiell die Pläne der Regierung, warnte aber davor, das Plastiksackerl mit Sackerln aus Papier oder Bio-Plastik zu ersetzen. Nur Mehrwegsackerl sind tatsächlich umweltschonend, so der Hinweis von Greenpeace. Das Verbot ist demnach dann sinnvoll, wenn es zu einer generellen Reduktion der Abfallmengen führen sollte, das Problem dürfe keinesfalls auf andere Materialien verlagert werden, die eine ähnlich schlechte Ökobilanz aufweisen wie das Plastiksackerl.


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