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Blog / Meine Welt: Fertigsnacks boomen – Doch zahlen sie sich wirklich aus?

Text: ©Max Frey

Welcher (unselbstständig beschäftigte) Arbeitnehmer kennt das nicht? Kurze Mittagspause oder gar Essen neben der Arbeit, nicht viel Zeit zum Einkaufen oder gar Zubereiten einer Mahlzeit – da ist man schon froh, dass es in diversen Geschäften und Supermärkten Fertiggerichte zu erstehen gibt, die man nur noch auspacken und essen muss. Vom Umwelt-Standpunkt her schrillen da natürlich sofort wegen des anfallenden Verpackungsmaterials die Alarmglocken. Doch wie schaut eigentlich der Vergleich zwischen To-Go-Snacks und Selbst-Zubereitetem in Sachen Inhalt und Geschmack aus?

Nun, die Unterschiede sind auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so groß. Bei Obstsalaten zum Beispiel haben aber Tests ergeben, dass die Kaufversion mit abgepackten Fruchtstücken meist trockener bzw. schaler schmeckt als ein selbst zubereiteter Obstsalat. Stecken denn wenigstens Vitamine im Obst? Jein. Obst verliert nach dem Aufschneiden seine Vitamine. Bei verschiedenen Tests wurde der Gehalt an Vitamin C messen und festgestellt: Es gibt erhebliche Verluste, einfach weil viele Proben nicht mehr frisch waren und trotz zusatzstoffe teilweise mit Schimmelpilzen befallen waren. Experten meinen hierzu: Besser ein abgepackter Obstsalat als gar keine Vitamine, aber man möge sich bitte über die in solchen Produkten enthaltenen Zusatzstoffe im Klaren sein!

Das gilt freilich auch für alle anderen portionsweise abgepackten Fertiggerichte wie Wraps, Salate, aber auch Vor- oder Nachspeisenmischungen. Das Zeug soll natürlich noch einige Tage ab dem Kauf haltbar sein, weshalb die Beimengung synthetischer Zusatzstoffe notwendig ist. Diese Lebensmittel sind also chemisch bearbeitet, möglicherweise sogar gentechnisch verändert! Und vor allem Allergiker sollten die Angaben über Inhaltsstoffe genau studieren, denn diese Produkte enthalten oft Enzyme aus dem Hühnerei oder Sojaspuren.

Geschmacklich fallen Fertigsnacks gegenüber selbst Vorgekochtem gar nicht so arg ab, wie man das vielleicht glauben möchte. Jedoch: Das wird vor allem durch die erwähnten zusätzlichen Inhaltsstoffe, zu denen Binde- und Verdickungsmittel ebenso gehören wie Geschmacksverstärker, und einer ordentlichen Menge Zucker bzw. Süßstoff ermöglicht. Vom Gesundheitsstandpunkt aus also suboptimal, Ernährungsexperten bezeichnen derartige Gerichte aber als immer noch besser als belegtes Weißgebäck.

Die „heilige Dreifaltigkeit“ industriell erzeugter Fertiggerichte bilden Kühlung, Konservierungsmittel und eine Verpackung unter Schutzatmosphäre, die die Ausbreitung von Mikroorganismen verhindert. Womit wir wieder beim Thema Verpackungsmaterial angekommen sind: Je mehr Menschen an einem Arbeitsplatz (oder natürlich auch anderswo) zu solchen Produkten greifen, desto mehr Plastikmüll fällt an! Die Alternative: Die für den Arbeitstag vorgesehene Mahlzeit zuhause zubereiten, gekühlt lagern und in die Arbeit mitnehmen – vorausgesetzt dort gibt es einen Kühlschrank. Dieses Essen sollte dann nicht nur gesünder sein und „echter“ schmecken als das To-Go-Produkt, sondern schont auch die Umwelt. Weil man es im Normalfall in einem wiederverwendbaren Behältnis transportiert, zum Beispiel in Edelstahl-Schüsserln (die man selbst auswäscht, weil sie nicht für den Geschirsspüler geeignet sind). Auch Transportbehälter aus Glas sind geeignet. Will man verschiedene Stücke darin einpacken, sollte man zu Back- oder Butterbrotpapier greifen. Zur Not können es auch Plastikbehälter sein, auch wenn dieses Material bekanntlich nicht unproblematisch ist. Denn immerhin werden robuste Gschirrln ja langfristig verwendet, was sie vom Einwegmaterial der Fertigsnacks unterscheidet.

Und last but not least hat vor wenigen Jahren ein Test der NÖ-Arbeiterkammer ergeben, dass selbst Zubereitetes insgesamt das Portemonnaie eher schont als Fertigprodukte. Wichtiger ist aber auch laut den dort zitierten Experten: Bei der Jause ist auf genug Obst und Gemüse zu achten, um dem Körper die nötigen Vitamine zur Verfügung zu stellen. Auch an Kohlenhydraten, etwa Reis, Erdäpfeln oder Vollkornnudeln, sollte nicht gespart werden, um auch am Nachmittag noch leistungsfähig zu bleiben. Natürlich darf auch Eiweiß nicht fehlen: Mageres Fleisch, Fisch oder Sojaprodukte eignen sich hier ganz hervorragend. Und abschließend sei noch festgehalten: Sich Zeit zum Essen nehmen und nicht nebenbei hinunterschlingen sollte das Gebot der Stunde sein! Nicht immer möglich am Arbeitsplatz, aber immerhin schaffen es ja auch Raucher, sich die nötigen Pausen zu nehmen!

 


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