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Murtal: Zeichen gegen das Vergessen

Murtal: Zeichen gegen das VergessenDienstag, 12. März 2019

Die Filmdokumentation „Zeichnen gegen das Vergessen“ zeigt in eindringlichen Bildern die Entstehung der gleichnamigen Werkreihe des Künstlers Manfred Bockelmann. Zugleich ist der Film eine Verneigung vor den vielen Kindern, die von den Nazis ermordet wurden, und erinnert an die Überlebenden, die mit dem Unbegreiflichen bis heute leben.

Judenburg im/zentrum, der Saal und die Galerie ist bis in die letzten Reihen mit Schülern besetzt. Anfangs noch Gemurmel, doch als der Maler Manfred Bockelmann auf der Bühne erscheint wird es ruhiger. Er berichtet sehr kurz was für Ihn der Film bedeutet, welches Glück er hatte, dass seine Wiege an einem anderen Platz stand und er in eine andere Familie geboren wurde, er nicht dieses grausame Martyrium durchleben musste. Für ihn ist dieser Film eine Verneigung vor den vielen Kindern, die von den Nazis ermordet wurden und soll an die Überlebenden, die mit dem Unbegreiflichen bis heute leben müssen, erinnern. Es geht ihm darum die einzelnen Gesichter der Kinder, die wie Verbrecher mit kahl geschorenen Köpfen fotografiert wurden, aus der Anonymität der Statistik herauszuheben.

Es kann einfach nicht sein, dass dieser Film jemanden unberührt lässt. Auch im Judenburger Festsaal war die Betroffenheit der Jugendlichen zu spüren. Es ist zu hoffen, dass sich diese Geschichte nicht wiederholt und dass sich der süßliche Geruch von verbrannten Leichen niemals mehr über Länder zieht, wie Überlebende im Film berichteten.

Der Maler Manfred Bockelmann

Der Bruder des Sängers Udo Jürgens porträtiert seit mehr als zehn Jahren junge Menschen, die dem Nationalsozialismus zum Opfer fielen.  Mit Kohlestift zeichnet er diese Werksreihe auf grober Juteleinwand - die großformatigen Porträts getöteter Kinder. Auf den Bildern blicken sie den Betrachter verängstigt und völlig entwurzelt an. "Warum ich?", fragen sie. Die Kinder und Jugendliche waren zwischen zwei und achtzehn Jahre alt und wurden in den Konzentrationslagern Auschwitz-Birkenau, Mauthausen und Theresienstadt, sowie an anderen Orten ermordet. Es geht ihm darum zumindest einigen wenigen der Namen und Nummern ein Gesicht zu geben, ein paar Menschen aus der Anonymität der Statistik herauszuheben.


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