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Mehr als jeder zweite Job erfordert unternehmerisches Denken und Handeln

 Mehr als jeder zweite Job erfordert unternehmerisches Denken und HandelnDienstag, 30. April 2019

Selbständigkeit und Eigenverantwortung sind in unseren Unternehmen auf dem Vormarsch. Zu diesem Ergebnis kommt der erste steirische Selbständigkeits-Index, eine Umfrage unter 500 Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Demnach erfordert bereits mehr als jeder zweite Job (59 Prozent) unternehmerisches Denken und Handeln, 84 Prozent der Chefs fordern und fördern dies gezielt. Nicht so das Schulsystem, wo diesbezüglich große Mängel geortet werden. „Grundsätzlich stimmen uns die Ergebnisse aber sehr positiv. Denn sie zeigen klar und deutlich, dass der Unternehmergeist in unserem Land zunimmt“, so WKO Steiermark Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg.

Der 1. Mai – Tag der Arbeit – steht vor der Tür. Doch wie hat sich diese in den vergangenen Jahren eigentlich verändert? Und welche Art der Arbeitskultur herrscht in unseren Betrieben vor? Antworten darauf bietet der neue steirische Selbständigkeits-Index. Eine Umfrage von „m(Research“ unter 500 Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die tiefe Einblicke in die steirische Arbeitswelt erlaubt. Denn sämtliche Fragenkomplexe wurden spiegelverkehrt abgefragt. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

  • 86 Prozent (trifft sehr zu bzw. eher zu) der Arbeitgeber geben an, dass ihre Mitarbeiter aus eigenem Antrieb heraus überwiegend eigenverantwortlich arbeiten. Bei den Arbeitnehmern selbst sagen sogar 96 Prozent, dass dies sehr oder zumindest eher zutreffe.
  • 85 Prozent der Unternehmer lassen ihre Mitarbeiter selbständig arbeiten ohne alles vorzugeben, unter den Arbeitnehmern empfinden das 78 Prozent so.
  • 32 Prozent der Arbeitgeber geben an, dass die Arbeitszeiten in ihren Unternehmen überwiegend frei einteilbar ist. Die Mitarbeiter empfinden das zu 43 Prozent so.
  • Spannend auch die Frage nach dem unternehmerischen Denken und Handeln: Den Arbeitnehmerangaben zufolge erfordert dies bereits mehr als jeder zweite Job (59 Prozent), 84 Prozent der Unternehmer fordern und fördern das aktiv.
  • 85 Prozent räumen ihren Mitarbeitern bewusst Handlungsspielräume und Entscheidungs-freiheiten ein, das sehen auch 74 Prozent der Arbeitnehmer so.

Selbständiges und eigenverantwortliches Arbeiten im Beruf wird generell als sehr wichtig eingestuft. 63 Prozent der Unternehmer und 43 Prozent der Arbeitnehmer vergeben hier auf einer zehnteiligen Skala (1 = gar nicht wichtig; 10 = sehr wichtig) die oberste Note 10 – die Durchschnittswerte betragen 9,1 (Arbeitgeber) und 8,4 (Arbeitnehmer).

Verbesserungsbedarf orten beide Seiten aber noch bei der gesellschaftlichen Verankerung des unternehmerischen Denkens – hier betragen die Durchschnittswerte nur 4,6 (Arbeitgeber) bzw. 5,5 (Arbeitnehmer) – und in der schulischen Förderung von Eigenverantwortung. 86 Prozent der Arbeitgeber und 60 Prozent der Arbeitnehmer geben an, dass dies aus ihrer Sicht eher nicht bzw. gar nicht gefördert wird, ähnliches gilt für unternehmerisches Denken und Selbständigkeit. Hier fordern Herk und Dernoscheg einen klaren Kurswechsel: „Wir fordern mehr unternehmerisches Denken an unseren Schulen. Konkret schlagen wir Praktika für Lehrer in Unternehmen vor, weiters eine Ausweitung des Wirtschaftsunterrichts und eine nochmalige Forcierung der Berufsorientierung, vor allem im Bereich der Gymnasien.“ Denn, so Herk und Dernoscheg weiter: „Selbständigkeit und Eigenverantwortung sind die zentralen Eigenschaften der Zukunft, die wir noch stärker vermitteln müssen. Angesichts der großen Herausforderungen durch Globalisierung und Digitalisierung braucht es nämlich Menschen, die ihre Komfortzonen verlassen, die Risiken abschätzen, die entscheiden, die unternehmen statt unterlassen – kurz gesagt Unternehmertum. Und dieses Unternehmertum beginnt nicht erst mit dem Gewerbeschein, sondern viel mehr mit der Schultüte.“ Immerhin 43 Prozent der Arbeitnehmer und 23 Prozent der Arbeitgeber geben an, dass das Ausmaß des unternehmerischen Denkens in den letzten fünf Jahren gestiegen ist.

Fotocredit: Fischer


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