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Murau: Furkl und Grössing

Murau: Furkl und GrössingDienstag, 30. April 2019

Was haben ein alpenländischer Rinderschmuck, westafrikanische „Weltall“-Masken und das Wappen einer Murauer Bürgerfamilie miteinander zu tun? Ein hochinteressanter Blick über den Tellerrand. Vortragender: Mag. Dr. Gerald Unterberger
 
Die „Furkl“ aus dem Berchtesgardener/Salzburger Land, ähnelt in verblüffender Form westafrikanischen Rindermasken, die im Glauben dieser Völker das vertikale Weltsystem darstellen. Ist die Furkl ursprünglich eine Darstellung der Weltsäule bzw. des Weltbaumes, welche/r vom Stier getragen wird? Der „Grössing“ war ein geschmücktes Nadelholz-Bäumchen und diente vor allem in der Obersteiermark als Kopfzier für den Leitstier – vielleicht ebenso ein uraltes Symbol für den Weltbaum. Grössing war auch der Name einer Murauer Bürgerfamilie, die im 17. und 18. Jahrhundert durch den Eisenhandel zu Reichtum kam. Die Murauer Grössing-Familie wählte zum Zeichen ihrer Hoheit ein Wappen, dessen Helmzier auf den Namen der Inhaber anspielte: Denn darauf ragt der Grössing als Bäumchen, motivisch gleich dem Grössing auf dem Kopf des Almstieres. Noch heute sind originale Wappensteine von zwei Familienmitgliedern der Grössing in der frühgotischen Pfarrkirche von Murau zu sehen.
 
Anschließend ist Raum für Fragen und zur Diskussion.
 
Zwischen den einzelnen Abschnitten des Vortrages gibt es musikalische Einlagen der Gruppe  „Handflow“. Die beiden Musiker Florian Regger und Sebastian Grilz  bringen nicht ganz alltägliche Instrumente, wie Kalimbas, Handpans, Udus und Cajons zum Klingen.

Mag. Dr. Gerald Unterberger, lebt und arbeitet in Ardning, Steiermark. Studium der Ethnologie, Völkerkunde und Afrikanistik an der Universität Wien, Magister- und Doktorarbeit über die Mythologie der Dogon in Westafrika. Dr. Unterberger beschäftigt sich seit über 2 Jahrzehnten mit historischvergleichender Religionswissenschaft und Mythenforschung. Seine Arbeiten sind stark interdisziplinär angelegt. (Ethnologie, Ur- und Frühgeschichte, Felsbildforschung, Sprachwissenschaft, Kunstgeschichte, Religionswissenschaft ...). Publikationen: Vier Monografien, rund 20 facheinschlägige Artikel in national wie international namhaften wissenschaftlichen Zeitschriften, Sammelbänden und Jahrbüchern; Vorträge bei vielen internationalen Symposien;  viele Jahre lang leitende Positionen im Museumsbereich, u. a. m.
 


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