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Artensterben – der Mensch zerstört seine eigene Lebensgrundlage

Artensterben – der Mensch zerstört seine eigene LebensgrundlageDonnerstag, 9. Mai 2019

Rund eine Million von insgesamt schätzungsweise acht Millionen Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Das geht aus einem Bericht des Weltbiodiversitätsrates (IPBES), einer UN-Organisation, hervor. 145 Experten haben tausende wissenschaftliche Arbeiten in den letzten drei Jahren ausgewertet und kamen zu einem sehr bedenklichen Ergebnis.

Das große Sterben der Arten zieht sich wie ein roter Faden durch die Tier- bzw. Pflanzenwelt. Was ist der Grund? Drei Viertel der Landfläche und zwei Drittel der Meere wurden nachhaltig durch den Menschen verändert bzw. unwiderruflich zerstört. Jährlich werden sechs Millionen Hektar Regenwald abgeholzt und dadurch vielen Tierarten die Lebensgrundlage entzogen. Ein Drittel aller Meeressäugetiere ist vom Aussterben bedroht. Grund dafür sind einerseits extensive Fischerei – Teile der Meere sind leergefischt – und die Verwendung der Ozeane als größten Müllkübel der Erde – der viele Quadratkilometer große Plastikstrudel im Pazifik ist ein sichtbarer Beweis. Fast die Hälfte aller Korallenriffe wurde schon zerstört.

Aber auch in Österreich geht die Zerstörung der Tier- und Pflanzenwelt mit immer größerer Geschwindigkeit voran. Fruchtbare Böden verschwinden durch das Versiegeln von Böden für den Bau von Straßen und Autobahnen. Insekten gehen verloren, Vögel finden keine Nahrung und Schädlinge breiten sich aus, weil sie niemand mehr frisst. Intensive Landwirtschaft lässt durch Verwendung von Pestiziden Bienen sterben. Dadurch wird unsere Nahrungsmittelproduktion bedroht und letztendlich der Mensch. Ein Uniprofessor hat die Abnahme der Artenvielfalt mit der Abwanderung aus einem Dorf verglichen. Zuerst geht der Frisör, dann der Bäcker und irgendwann gibt es keinen Arzt und kein Wirtshaus. Dann können entscheidende Funktionen nicht mehr erfüllt werden.

Die Menschheit ist dabei, die Grundlagen von Einkommen, Ernährungssicherheit, Gesundheit und Lebensqualität zu beseitigen.

Dieser Bericht sollte doch die Politiker und Entscheidungsträger wach rütteln und sie sollten endlich „Nägel mit Köpfe“ machen. Immer wieder werden populistisch klingende, aber leere Meldungen und Wortspenden abgegeben. In der Bevölkerung muss sich ein Bewusstsein entwickeln, dass Biodiversität und Artenvielfalt für uns alle wichtig sind. Aber jeder Einzelne kann jetzt schon dazu beitragen indem man beim Einkaufen eines unser wichtigsten Organe, das Gehirn, einschaltet und nur das einkauft was wirklich notwendig ist, auf Plastik so gut als möglich verzichtet, Rad fährt und zu Fuß geht, Reisen mit dem Flugzeug vermeidet und in seinem Umfeld den Lebensraum für Tiere und Pflanzen erhält bzw. dafür wirbt.

Übrigens am 22. Mai ist „Internationaler Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt“.


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