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Murtal: Regionale Wertschöpfung durch innovative Klärschlammverwertung

Murtal: Regionale Wertschöpfung durch innovative KlärschlammverwertungMontag, 24. Juni 2019

Am Montag, dem 24. Juni 2019 wurde vom Regionalmanagement Obersteiermark West GmbH (ROW) und der Stadtgemeinde Knittelfeld zu einem Pressegespräch zum Thema „Innovative Klärschlammverwertung“ eingeladen. Am 19. Und 20. September wird dazu ein Symposium in Knittelfeld stattfinden. Bei dieser Tagung soll die nachhaltige Nutzung von Klärschlamm und die neue innovative Technik zur Erzeugung umweltfreundlicher Energien bzw. die Rückgewinnung von Stickstoff und Phosphor vorgestellt werden.

Klärschlamm fällt in den kommunalen Kläranlagen bei Reinigung unserer Abwässer in großen Mengen an. Bgm. DI Gerald Schmid: „Die Kläranlage des Abwasserverbandes Knittelfeld produziert jährlich 2300 bis 2500 Tonnen Klärschlamm und die Entsorgung des Klärschlammes kostet derzeit € 80.- pro Tonne“. Laut DI Sepp Bärnthaler können nur 17% davon landwirtschaftlich verwertet werden. Wegen zu hoher Schwermetallanteile werden 37% kompostiert (für Böschung- und Haldenrekultivierung), 37% gehen als Ersatzbrennstoff in die Zementindustrie und der Rest wird einer sonstigen Verwertung zugeführt.

Mit der neuen, innovativen Verwertung soll nun Stickstoff und Phosphor - eine Pilotanlage in der Kläranlage Knittelfeld läuft schon - zurückgewonnen werden. „Was auch Sinn macht“, sagt Prof. Markus Ellersdorfer von der Montanuniversität in Leoben. Ellersdorfer weiter: „Die Nährstoffe, Stickstoff und Phosphor, sollen in konzentrierter Form abgebaut werden und wieder der Düngemittelindustrie zugeführt werden“. Dafür könnte sich Österreich den Import von zB Phosphor aus derzeit eher problematischen Ländern zu größten Teil ersparen. Der Kreislauf schließt sich so und die Wertschöpfung bleibt im Land.

Eine Anlage, die aus diesem Projekt entwickelt wird, könnte den Klärschlamm aus der gesamten Obersteiermark, Murtal, Murau und Liezen, verwerten und gilt auch als ein sogenanntes „Leuchtturmprojekt“. Aus diesem Grund ist auch die Steierm. Landesregierung an dem Projekt beteiligt und wird mit insgesamt 0,5 Mio. Euro gefördert, so Dr. Bibiane Puhl vom ROW, welches auch Projektträgerin ist.

Technisch funktioniert die Rückgewinnung und im nächsten Schritt wird nun bis zum Herbst die Wirtschaftlichkeit überprüft. Wenn alles passt wird 2020 die Pilotanlage erweitert, in der dann größere Mengen Klärschlamm verarbeitet werden können.

Text und Foto: murtalinfo


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