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Jährlich mehr als 2.200 Tonnen Müll auf den Autobahnen im Süden Österreichs

Jährlich mehr als 2.200 Tonnen Müll auf den Autobahnen im Süden Österreichs Mittwoch, 10. Juli 2019

Ein Viertel davon muss jedes Jahr händisch von Mitarbeitern gesammelt werden

Jedes Jahr landen Tausende Tonnen Müll nicht nur in den Containern und Müllkübeln der 51 ASFINAG Rastplätze und 87 Raststationen entlang der Autobahnen und Schnellstraßen, sondern leider auch direkt auf der Strecke. Achtlos „entsorgte“ Getränkedosen und Zigaretten sind dabei aber nicht nur ein Ärgernis für Lenkerinnen und Lenker, sondern können zu gefährlichen Wurfgeschoßen werden oder zu abrupten Fahrmanövern führen.

„Gegenstände auf Fahrbahnen, und wenn es nur eine aufgewirbelte Zeitung ist, können Unfälle verursachen“, sagen die ASFINAG-Geschäftsführer Christian Ebner und Stefan Siegele und appellieren an alle Verkehrsteilnehmer an die Umwelt, aber auch bitte daran zu denken, bevor sie etwas aus dem Seitenfenster werfen.

In ganz Österreich fielen im Vorjahr in Summe 8.700 Tonnen Müll an. Allein in den beiden Bundesländern Steiermark und Kärnten wog der Müllberg im Vorjahr mehr als 2.200 Tonnen. Knapp ein Viertel, etwas mehr als 2.000 Tonnen österreichweit und fast 600 Tonnen in der Steiermark und in Kärnten, mussten die Mitarbeiter händisch aufsammeln. Die hohen Kosten verursachen dabei eben vor allem die während der Fahrt auf die Autobahn geworfenen Gegenstände. Geschäftsführer Ebner: „Und in Summe kostete die Müllentsorgung im Vorjahr bereits mehr als 13 Millionen Euro.“

Bedenklich ist dabei, dass die jährlichen Müllmengen stark steigen. Siegele: Das ist aber eben nur zum Teil mit dem gestiegenen Verkehrsaufkommen erklärbar.“ In ganz Österreich fielen 2017 in Summe 6.760 Tonnen Müll an, die Entsorgungskosten beliefen sich auf etwas mehr als zehn Millionen Euro. In der Steiermark waren es 2017 etwas mehr als 1.300 Tonnen, in Kärnten 700 Tonnen. 2018 sammelte und entsorgte die ASFINAG aber bereits 1.460 Tonnen „steirischen Müll“, in Kärnten waren es 750 Tonnen.

Phänomen Mülltourismus

Auch wenn der größte Teil des Mülls ordnungsgemäß in dafür vorgesehenen Mistkübeln und Containern landet, kämpft die ASFINAG gegen den sogenannten „Mülltourismus“. „Unsere Mitarbeiter finden auf den Rast- und Parkplätzen immer wieder auch normalen Hausmüll sowie alte Autoreifen und Bauschutt“, bestätigt Abteilungsleiter Heimo Maier-Farkas diese „billige, aber illegale Variante der Müllentsorgung“. Aber auch Fahrräder, Kühlschränke, Bänke oder Türen müssen von den Mitarbeitern der Autobahnmeistereien unter großem Aufwand weggeräumt werden.

Die „Müll-Hitliste“ 2018 nach Bundesländern

  • 1.700 Tonnen in Niederösterreich (2,6 Millionen Euro Kosten)
  • 1.460 Tonnen in der Steiermark (2,2 Millionen)
  • 1.350 Tonnen in Oberösterreich (2,05 Millionen)
  • 1.330 Tonnen in Salzburg (2 Millionen)
  • 940 Tonnen in Tirol (1,4 Millionen)
  • 750 Tonnen in Kärnten (1,1 Millionen)
  • 600 Tonnen in Vorarlberg (900.000)
  • 570 Tonnen im Burgenland (860.000)
  • 36 Tonnen in Wien (50.000)

Fotocredit: Asfinag


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