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Murau: 100% Energie-Souveränität ist das große Ziel im Bezirk Murau

Murau:  100% Energie-Souveränität ist das große Ziel im Bezirk MurauFreitag, 12. Juli 2019

Klimaschutz steht seit jeher auf der Agenda der Holzwelt Murau. Die Energievision geht nun einen wesentlichen Schritt weiter – in Richtung Energie-Souveränität. Mit dem „virtuellen Murauer Bezirksspeicher“ soll die Energiewende möglich werden.

Murau produziert schon jetzt mehr Energie als man benötigt. 325 Tage im Jahr kann sich der Bezirk selbst mit elektrischer Energie versorgen, in den Wintermonaten muss Strom „importiert“ werden. Eines steht jedenfalls unweigerlich fest, erneuerbare Energie kann nicht so einfach planbar produziert werden, sie ist wetterabhängig. Auch wenn Murau schon sehr weit im Ausbau der Erneuerbaren Energieträger ist und damit die Voraussetzungen für eine Energiewende günstig sind, braucht es weitere Bausteine, um die Energie Souveränität zu erreichen. Um wirklich 100%ig energieautark sein zu können soll nun die im Sommer überschüssige Energie in einem „Virtuellen Murauer Energiespeicher“ für die Wintermonate „zwischengelagert“ werden.

Kernelement dieses österreichweit einzigartigen Projekts war die Machbarkeitsstudie (Netzsimulation) eines virtuellen 5-stufigen Bezirksspeichers, der die innerregionalen Stromnetze koppeln und dabei neue smarte Speicherformen nutzen soll. In enger Zusammenarbeit mit allen Energieversorgern des Bezirkes und der Energie Steiermark wurde in den letzten 15 Monaten dieses innovative Projekt entwickelt. Die Kosten von € 130.000 werden mit € 78.000 vom österreichischen Klima- und Energiefond gefördert.

Aus der Sicht von Mag. Erich Fritz (KEM Manger) ist eine Energiewende nur über die Regionen möglich, diese können mit entsprechenden Maßnahmen die treibende Kraft sein, um neue Entwicklungen in Gang zu setzen. Denn weder in Wien, noch in Brüssel oder Washington wird jemand den Hebel umlegen, um eine Energiewende herbeiführen zu können. Mit kleinen souveränen Einheiten in Form von Regionen ist eine Veränderung möglich.

Das Ergebnis der Analyse zeigte die Möglichkeit von vier Grundstrategien auf, die nun gemeinsam mit Innovationspartnern pilothaft umgesetzt werden:

Biomasse als Stromspeicher: mit dessen Hilfe intelligente Lösungen für die Wintermonate geschaffen werden, die regional erneuerbaren Strom erzeugen.

Regionale Speicherstrategie: der als Gemeinschaftsspeicher für die Energieversorgung der Region sorgen soll und dessen Potenzial mit noch mehr erneuerbarer Energie erweitert werden könnte.

E-Mobilitätsregion: durch eine regionale Energiecommunity soll E-Mobilität regional und grün bereitgestellt werden und damit die Wertschöpfung in der Region gehalten werden.

H2-Region Murau: die als Erweiterung der E-Mobilitätsstrategie gesehen werden kann, da man damit der Dimension regionaler Energie-Autonomie und der eigenen Mobilitätsversorgung einen großen Schritt näherkommen wird. H2 ist vielleicht der Treibstoff der Zukunft.

Mit diesem Projekt kann einerseits die Energieautarkie erreicht werden und anderseits wird Murau zur Modellregion und Drehscheibe, die neue Wege zur Energiewende in der Realität auf deren Umsetzungstauglichkeit zeigt. Interessierte Regionen können dieses Wissen nutzen, um selbst aktiv in Richtung Energie Souveränität zu gehen und die Energiewende herbeizuführen.

Fotocredit: Natalie Hofmann / Holzwelt Murau


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