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Murtal: Was tun mit der Ego-Generation - wie tickt der Fachkräftenachwuchs von morgen?

Murtal: Was tun mit der Ego-Generation - wie tickt der Fachkräftenachwuchs von morgen?Freitag, 19. Juli 2019

Im Rahmen der WKO RegioTour am 18. Juli 2019 trafen sich in der Spielberger Burg Vertreter der WKO Regionalstelle Murtal mit heimischen Betrieben zum Abendevent. Auf dieser Tour ist auch WKO Steiermark Präsident Ing. Josef Herk in den steirischen Regionen unterwegs, um Unternehmen Hilfestellungen zu leisten. Unter dem Leitmotto „Selbstverständlich Selbständig“ werden die Wünsche, Themen und Anliegen der heimischen Betriebe in den Mittelpunkt gestellt.

Bei der Abendveranstaltung wurde das Brennpunktthema des steigenden Fachkräftemangels sehr intensiv behandelt. Präsident Ing. Herk referierte über den „Fachkräftenachwuchs von morgen“. Dabei wies er auf starke Rückgänge der berufstätigen Bevölkerung im heimischen Raum hin. Bereits jetzt fehlen den Betrieben hierzulande rund 25.000 Fachkräfte. Für die nächsten Jahrzehnte ist weiterhin ein Rückgang der berufstätigen Bevölkerung zu erwarten. Die Zahl der Beschäftigten sinkt von derzeit 765.000 auf 656.000 ab. Der Rückgang im ländlichen Raum ist in den Bezirken Murau und Murtal gegenüber dem Raum Graz gravierend. Diese negative Entwicklung kann auch der Nachwuchs von morgen nicht aufholen. Wir brauchen eine qualifizierte Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland. Er erwähnte auch wichtige Maßnahmen und Veranstaltungen der WKO, die sich mit diesem Thema stark auseinandersetzen (Talent-Center, Euro-Skills, Stars of Styria etc.). Besonders stolz berichtete er, dass im Juni das Talentcenter der WKO den Bildungspreis der „World Chamber“ als eine von weltweit fünf Bildungsinitiativen in Rio de Janeiro gewonnen hat.

Im anschließenden Vortrag referierte Bernd Heinzlmaier vom Institut für Jugendforschung Wien über das Thema „Was tun mit der Ego-Generation – wie tickt der Fachkräftenachwuchs von morgen“. Von der Jugend von heute verlangt man Flexibilität, Mobilität und Globalisierungsoptimismus. Im Sinus – Jugendmilieus Modell ging er auf die verschiedenen jugendlichen Lebenswelten ein. Die in konservativ Bürgerliche, Postmaterielle, adaptiv Pragmatische, digitale Individualisten, Hedonisten und Performer eingeteilt sind.

In seinem informativen und auch unterhaltsamen Vortrag hob er vor allem zwei stark unterschiedliche Ausprägungen der heutigen jungen Generation hervor. Auf der einen Seite gibt es nach seinen Ausführungen den „Pinguin“, dem vor allem Stabilität und Sicherheit sehr wichtig sind. Er definiert sich über den Betrieb und ist ein treuer Mitarbeiter. Die gegenteilige Ausprägung ist die „Wachtel“, für die vor allem Selbstverwirklichung stark im Vordergrund steht. Ihr ist hohes Einkommen, ein Betrieb mit Image, Sozialprestige und Autonomie von größter Bedeutung, sie definiert sich über Zahlen und Projekte.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Mag. Claudia Aichhorn-Edler. Mit anschließender Diskussion und ergiebigen Netzwerken bei Fingerfood endete die Veranstaltung.

Fotocredit: murtalinfo


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