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Murtal: Kunst – Inklusion – Kolbenstangen

Murtal: Kunst – Inklusion – KolbenstangenDonnerstag, 5. September 2019

Am Werksgelände der obersteirischen Stahl Judenburg entstehen gerade fünf überdimensionale kunstvoll gestaltete Logos des Unternehmens.

Von Montag bis Freitag arbeiten rund 36 Freunde und Künstler der Simultania Liechtenstein gemeinsam mit den Mitarbeitern des Stahlkonzerns an fünf neu kreierten Logo-Bildern, die den Menschen berühren sollen.

Dort, wo für gewöhnlich Automotive-Bauteile wie Kolbenstangen – ausgelegt für maximale Belastungen – entstehen, kehrt diese Woche künstlerisches Miteinander ein: Großflächig entstehen am Werksgelände der Stahl Judenburg das Emblem des Unternehmens in fünf kräftigen Farben. Bei der Pressekonferenz gestern im etwas anderen Atelier, wurden die ersten Kunstwerke präsentiert, welche die gelebte Inklusion der Stahl Judenburg zeigten.

Mit dem Projekt will die Stahl Judenburg den Dialog zwischen Mitarbeitern und den beeinträchtigten Menschen forcieren. Denn Inklusion bedeutet, dass von vornherein keine Personen ausgeschlossen werden, sondern mit der Gesellschaft vollkommen durchmischt werden. Dafür bietet die Gesellschaft Unterstützung an und verändert sich selbst. Sie heißt alle Menschen willkommen und jeder kann von jedem lernen.

Unter kreativ-sozialer Anleitung von Künstlern wie Ernst Bock, Winfried Steiner und Brigitte Kollegger gestalten die Menschen mit Behinderung das Judenburger Unternehmenslogo auf mehreren Quadratmetern – im Austausch mit Mitarbeitern des 450-köpfigen Murtaler Arbeitgebers: „Unsere Mitarbeiter sind eingeladen, die Malwoche aktiv zu besuchen, sich selbst ein Bild vor Ort zu machen und natürlich auch den einen oder anderen Pinselstrich zu hinterlassen. Unsere Mitarbeiter wollen wir auch ermutigen, über den Tellerrand zu blicken und die Augen für das zu öffnen, worauf es im Leben wirklich ankommt“, erklärt Thomas Krenn, Geschäftsführer der Stahl Judenburg. Für Krenn steht fest: „Mit diesem Projekt können wir den Austausch mit beeinträchtigten Menschen unterstützen und so einen bescheidenen Beitrag zur Inklusion hier vor Ort in Judenburg leisten. Wir wollen auch, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt einen Platz in unserer Gesellschaft finden“.

Projekt soll „Vorurteile eindämmen“

Der pädagogische Leiter der „Simultania Liechtenstein“, Helmuth Ploschnitznigg, zeigt sich ob der Zusammenarbeit erfreut: Geld zu spenden ist toll, aber Aktionen wie diese fördern das gegenseitige Verständnis nachhaltig. Denn für uns entsteht die Gelegenheit eines wechselseitigen Austauschs von Menschen in der Arbeitswelt mit Jugendlichen, die keinem geregelten Beruf nachgehen können. Mit dieser Kooperation wollen wir Vorurteile ein Stück weit eindämmen und womöglich neues Verständnis aufbauen.“ Unter seiner Leitung soll das Unternehmenslogo in Anlehnung an die Farbtheorie nach Johannes Itten – sie beschreibt die Wechselwirkung von nebeneinanderliegenden Farben – gestaltet werden, um so „durch diese Farbmodulation das Prinzip der Lebensfreude zu dokumentieren, betont der pädagogische Leiter. Für den Judenburger Bürgermeister Hannes Dolleschall, selbst aktiver Unterstützer des Malprojekts, ist die Kooperation Vorbild für die gesamte Region: „Wir sind sehr froh, dass wir mit der Stahl Judenburg einen zugleich innovativen wie stark regional verankerten Arbeitgeber in der Stadtgemeinde haben. Die soziale Zielsetzung dieses Vorhabens unterstreicht das gute Miteinander in Judenburg“, betont Dolleschall. Auch der Bürgermeister verewigte sich am Mittwoch mit einem Pinselstrich auf einem Kunstwerk.

Über die Stahl Judenburg
Der obersteirische Edelbaustahl-Spezialist beschäftigt aktuell rund 450 Mitarbeiter. Damit ist das Unternehmen einer der größten Arbeitgeber der Region. Das Unternehmen weist einen Exportanteil von 95 Prozent auf. Das Kerngeschäft ist mit ca. 90 % die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie.

Fotocredit: murtalinfo


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