Murtalinfo
Suche nach Unernehmen oder Produkte/Dienstlesitungen suchen
Newsletter Facebook Xing RSS
News

Projekt „Autobahn als Sensor“ bekommt österreichischen Staatspreis Mobilität 2019

Projekt „Autobahn als Sensor“ bekommt österreichischen Staatspreis Mobilität 2019Freitag, 29. November 2019

ALP.Lab und ASFINAG gewinnen Staatspreis Mobilität

Das von ALP.Lab und ASFINAG für den österreichischen Staatspreis Mobilität 2019 gemeinsam eingereichte Projekt „Autobahn als Sensor“ erhielt gestern die höchste Auszeichnung der Republik Österreich im Bereich Mobilität und Verkehrstechnologie. Sensoren und Detektoren fungieren dabei als wichtige Bestandteile der Straßeninfrastruktur, um als zusätzlicher „Sensor“ das sichere Testen von automatisierten Fahrfunktionen und Sicherheitssystemen innerhalb der Testregion ALP.Lab zu unterstützen.

Wien (A), 25.11.2019 – Zum 10. Mal holte das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) die innovativsten Lösungen für eine zukunftsfähige Mobilität aus insgesamt knapp 100 Einreichungen vor den Vorhang. Verkehrsminister Mag. Andreas Reichhardt überreichte den Staatspreis Mobilität 2019 in der Kategorie „Betreiben. Nutzen. Lernen.“ an das Projekt „Autobahn als Sensor“, eingereicht von ALP.Lab gemeinsam mit der ASFINAG.

Seit 2017 wird auf der Autobahn A2 der Abschnitt Laßnitzhöhe – Graz/West zur Testregion ALP.Lab ausgebaut und laufend weiterentwickelt. Ziel ist die Generierung von neuartigen Services für sicheres Testen von automatisierten Fahrfunktionen und Gesamtfahrzeugen. Das Testmanagement für automatisierte Fahrzeuge erfolgt kooperativ durch ALP.Lab als Innovationslabor und ASFINAG sowohl in einer realen als auch in einer simulierten Umgebung.

Dr. Jost Bernasch, Geschäftsführer der Testregion ALP.Lab: „Die Welt des automatisierten Fahrens rückt näher an die Realität. Mit der Entfaltung der aufregenden Möglichkeiten dieser neuen Technologie wächst der Bedarf, die Komponenten und Systeme des automatisierten Fahrens in verschiedenen und komplexen Szenarien zu testen und zu verifizieren. Die ‚Autobahn als Sensor‘ ist ein wesentlicher Beitrag, um diese Anforderung zu erfüllen. Daher freuen wir uns über die besondere Auszeichnung und nehmen sie als Ansporn, den erfolgreichen Weg gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern weiterzugehen!“

„Diese Auszeichnung ist für uns eine ganz besondere Anerkennung für unsere Bemühungen in den vergangenen Jahren, der Forschung und Industrie sicheres Testen automatisierter Fahrzeuge nicht nur virtuell, sondern direkt auf Autobahnen zu ermöglichen“, sagt ASFINAG-Geschäftsführer Bernd Datler. „Wir haben mit der Teststrecke einen der bestausgestatteten und modernsten Autobahnabschnitte Europas und können damit die Zukunft der Mobilität mitgestalten.“

„Autobahn als Sensor“: Test für automatisierte Fahrzeuge

Aktuell befinden sich an 25 Standorten insgesamt 49 Kameras, wovon 26 mit einer Ereignisdetektion ausgestattet sind. Weiters sind 43 Überkopfdetektoren zur Verkehrsdatenerfassung, drei hochauflösende 360°­Radardetektoren, drei Straßenwetterstationen zur die Umweltdatenerfassung, 12 Wechselverkehrszeichenanzeigen sowie 12 Short Range C­ITS G5 Road Side Units entlang der Autobahn installiert. Dieses Sensorik-System ermöglicht eine anonymisierte und lückenlose Erhebung des gesamten Verkehrsgeschehens über lange Zeiträume ebenso wie die Erfassung von Bewertungen der Fahrzeuge und Einzelfahrzeugdatenerhebungen.

Zur umfassenden, qualitativen und quantitativen Beurteilung von Fahrmanövern ist die im Fahrzeug eigebaute Sensorik aus Radar, LiDAR, Ultraschall, Videosystemen etc. nicht ausreichend. Verdeckte Umgebungsobjekte, Verkehrsteilnehmer außerhalb der Reichweite von Sensoren, durch Umwelt- und Wettereinflüsse verfälschte Sensordaten, Reflexionen oder andere Fehler können zu falschen Interpretationen der Verkehrssituation führen. Aus diesem Grund wurden bei ALP.Lab Mechanismen konzipiert und implementiert, die die gesamte "wahre Umgebung" (Dynamic Ground Truth) für die Validierung und Verifizierung von Fahrmanövern und Verkehrsszenarien verwenden. So wird die Autobahn selbst, mit all ihren Sensoren und Detektoren ein zusätzlicher Sensor für die Erfassung des Verkehrsgeschehens aber auch bei der Verifizierung und Validierung von automatisierten Fahrfunktionen.

ALP.Lab – Österreichs Testregion für Automatisiertes Fahren

Neben öffentlichen Straßen, Testgeländen und Einrichtungen zur Datenerfassung und -verarbeitung bietet ALP.Lab eine umfassende virtuelle Testumgebung und ein einzigartiges Testlabor. Als Zusammenschluss der Automobilzulieferunternehmen AVL, Magna und der wissenschaftlichen Partner Joanneum Research, TU Graz und des Forschungszentrums VIRTUAL VEHICLE bündelt ALP.Lab die Kompetenzen, um den künftigen Herausforderungen des Fahrens begegnen.

Die gesamte ALP.Lab Testregion für automatisiertes Fahren umfasst mehr als 400km Autobahnen und Schnellstraßen, auch geschlossene Teststrecken, die für sicheres Testen unter kontrollierten, aber realen Straßenbedingungen unerlässlich sind. Ein Zusammenschluss mit Testgeländen über Österreich hinaus macht ALP.Lab zu einem gesuchten Partner für den Automotive-Bereich in Europa. Fahrzeug-, Soft/Hardware-, Komponenten- und Sensorherstellern können auf umfangreiche Daten, Infrastruktur und Dienstleistungen für sicheres Testen auf öffentlichen Straßen zugreifen. Einzigartig verbindet das Innovationslabor dabei reale und physische Teststrecken (z.B. Autobahnen, Tunnel, Bergstrecken, Grenzübergänge, Mautstellen) mit virtuellen, synthetischen Testumgebungen (z.B. Fahrsimulatoren, Prüfstände).

Der Staatspreis Mobilität

Der Staatspreis Mobilität steht 2019 unter dem Motto „Wirtschaftsmotor Innovation“, um der Bedeutung des Verkehrs- und Mobilitätssektors in Österreich für die Ökonomie ebenso wie für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen Rechnung zu tragen. Er spricht sowohl Akteurinnen und Akteure aus Forschung, Industrie und Wirtschaft, Infrastrukturbetreiber und Mobilitätsdienstleister als auch Interessensvertretungen und zivilgesellschaftliche Initiativen an.

Foto mit Minister Andreas Reichhardt (Bild Mitte hinten), Christian Schwarzl, Jost Bernasch und Gerhard Greiner von ALP.Lab, ASFINAG-Vorstand Josef Fiala und ASFINAG-Geschäftsführer Bernd Datler (von links)

Fotocredit:  BMVIT


« zurück

Wählen Sie ein Register:
Witschaft Tourismus Bildung Sport & Vereine Gemeinden
© murtalinfo 2019 | Underrain | DELPHIakademie | Werbeagentur Gössler & Sailer Mediadaten / Preise | Kontakt | Impressum | AGB | Kodex | ECG