Murtalinfo
Suche nach Unernehmen oder Produkte/Dienstlesitungen suchen
Newsletter Facebook Xing RSS
News

Grünes Licht für den neuen Gleinalmtunnel

Grünes Licht für den neuen GleinalmtunnelFreitag, 20. Dezember 2019

Vollausbau des Tunnels auf der A 9 Pyhrnautobahn ist fertiggestellt. 260 Millionen Euro Investition für Neubau und Generalerneuerung. Voll ausgebauter Gleinalmtunnel bringt Höchstmaß an Verkehrssicherheit

Knapp sechs Jahre nach Beginn der Arbeiten am Vollausbau des Gleinalmtunnels an der A 9 Pyhrnautobahn in der Steiermark stellt die ASFINAG heute, am 20. Dezember, die Ampeln auf „Grün“ und kann beide Tunnelröhren für den Verkehr freigeben. Erstmals ist die 230 Kilometer lange „Pyhrn“ nach Abschluss dieses Riesenprojekts durchgehend vom Voralpenkreuz in Oberösterreich bis Spielfeld an der slowenischen Grenze mit jeweils zwei Fahrstreifen pro Richtung und zwei Tunnelröhren befahrbar. Allein der Bau der zweiten Gleinalm-Röhre und die Generalsanierung des 1978 eröffneten Bestandstunnels bedeuteten eine Investition von 260 Millionen Euro. Rechnet man nur die zwei weiteren großen A 9-Tunnelprojekte Bosruck und Tunnelkette Klaus dazu (Verkehrsfreigaben Oktober 2015 beziehungsweise Ende 2018), beträgt die Gesamtinvestition mehr als 700 Millionen Euro.

Der 8,3 Kilometer lange Tunnel – er ist nach Arlberg- und Plabutschtunnel der drittlängste Autobahntunnel Österreichs – ist aber nicht nur baulich erneuert, sondern auch mit modernster Sicherheitstechnik ausgestattet. Zusätzlich zu den hohen Standards der ASFINAG hinsichtlich Fluchtwegen, Notrufeinrichtungen, Videoanlage oder Hochleistungslüftung verfügen beide Tunnelröhren auch über das System AKUT, das akustische Tunnelmonitoring. Dieses System, das bei ungewöhnlichen Geräuschen Alarm schlägt, hat sich bereits beim schweren Brand im Oktober 2018 bewährt.

Eine der wichtigsten Sicherheitseinrichtungen sind zudem die Fluchtwege. Insgesamt 34 dieser so genannten Querschläge, welche die beiden Tunnelröhren miteinander verbinden, wurden errichtet. Acht davon sind so groß dimensioniert, dass sie für Einsatzfahrzeuge auch befahrbar sind. Dadurch ist in einem Ernstfall wie etwa einem Brand gewährleistet, dass Personen nur wenige Meter zurücklegen müssen, um in die zweite, sichere Tunnelröhre zu gelangen. Alle 125 Meter sind zudem Notrufnischen mit Telefon, Notruf- und Brandmeldetasten sowie zwei Feuerlöschern eingebaut.

Mit dem Abschluss dieses Vollausbaus hat die ASFINAG auch ein weiteres großes Ziel hinsichtlich Tunnelsicherheit erreicht. In mehr Tunnelsicherheit generell wurden seit Beginn der Tunneloffensive im Jahr 2000 mehr als 5,6 Milliarden Euro investiert, die gesetzlichen Vorgaben im Straßentunnel-Sicherheitsgesetz (STSG) wurden mehr als erfüllt. Die Tunnel in Österreich zählen somit heute zu den modernsten und sichersten nicht nur in Europa, sondern weltweit.


Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer

„Das ist heute für die Steiermark ein Freudentag und mein persönlicher Feiertag. Wir haben lange dafür gekämpft und nun kann dieser Tunnel endlich mit zwei Röhren in Betrieb gehen. Das ist ein wichtiger Schritt zu mehr Verkehrssicherheit und zu einem besseren Verkehrsfluss. Eine gute Infrastruktur ist die Basis für den Fortschritt und damit auch für die wirtschaftliche Entwicklung und die Arbeitsplätze im Land.“

Landesrat Anton Lang

„Wir haben diesen Tag alle herbeigesehnt, weil es auf dieser Strecke trotz aller Sicherheitseinrichtungen immer wieder zu schweren Unfällen gekommen ist. Der Mensch ist der größte Risikofaktor, daher muss die Infrastruktur Risiko ausgleichen können. Durch den Vollausbau des Gleinalmtunnels gibt es keinen Gegenverkehr mehr und damit keine Frontalunfälle.“

Vorstand Hartwig Hufnagl

 „Ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie ist, die Tunnel zu den sichersten in Europa zu machen. Ab sofort gehört auch der Gleinalmtunnel dazu, er garantiert jetzt ein Höchstmaß an Verkehrssicherheit. Dieser Tag ist auch für uns von der ASFINAG ein Freudentag. Ich möchte allen Beteiligten heute auch gratulieren und mich für die großartige Arbeit an diesem für die Steiermark und für alle unsere Kundinnen und Kunden so wichtigen Projekt bedanken.“

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer

„Das ist heute für die Steiermark ein Freudentag und mein persönlicher Feiertag. Wir haben lange dafür gekämpft und nun kann dieser Tunnel endlich mit zwei Röhren in Betrieb gehen. Das ist ein wichtiger Schritt zu mehr Verkehrssicherheit und zu einem besseren Verkehrsfluss. Eine gute Infrastruktur ist die Basis für den Fortschritt und damit auch für die wirtschaftliche Entwicklung und die Arbeitsplätze im Land.“

Landesrat Anton Lang

„Wir haben diesen Tag alle herbeigesehnt, weil es auf dieser Strecke trotz aller Sicherheitseinrichtungen immer wieder zu schweren Unfällen gekommen ist. Der Mensch ist der größte Risikofaktor, daher muss die Infrastruktur Risiko ausgleichen können. Durch den Vollausbau des Gleinalmtunnels gibt es keinen Gegenverkehr mehr und damit keine Frontalunfälle.“

Vorstand Hartwig Hufnagl

 „Ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie ist, die Tunnel zu den sichersten in Europa zu machen. Ab sofort gehört auch der Gleinalmtunnel dazu, er garantiert jetzt ein Höchstmaß an Verkehrssicherheit. Dieser Tag ist auch für uns von der ASFINAG ein Freudentag. Ich möchte allen Beteiligten heute auch gratulieren und mich für die großartige Arbeit an diesem für die Steiermark und für alle unsere Kundinnen und Kunden so wichtigen Projekt bedanken.“

Vorstand Josef Fiala

 „Wir alle haben gemeinsam ein sehr hohes Ziel, nämlich keine Todesopfer im Straßenverkehr. Dazu tragen wir als ASFINAG mit einem Verkehrssicherheits-Programm bei, in dem mehr als 100 Maßnahmen definiert sind. Bei Tunnel ist der erste wichtige Schritt natürlich der Vollausbau. Unser Ziel ist es, ein Verkehrssystem zu schaffen, dass die Unfallschwere dauerhaft reduziert.“

Geschäftsführer Andreas Fromm

„Tunnel sind heutzutage High-Tech-Anlagen und nicht einfach Löcher durch einen Berg. Der Gleinalmtunnel verfügt über eine Vielzahl an Sicherheitseinrichtungen, die dafür sorgen, dass auch im Ernstfall die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gewährleistet ist. Wir freuen uns, dass dieses Nadelöhr und damit auch der Gegenverkehrsbereich Geschichte sind.“

Geschäftsführer Christian Ebner

„Mit diesem Vollausbau können wir unseren Kundinnen und Kunden jetzt endlich auch eine voll ausgebaute Pyhrnautobahn zur Verfügung stellen – mit einer von unseren Autobahnmeistereien und der Betriebstechnik bestens servicierten Strecke und den sichersten Tunnel in Europa, die wir von unseren Verkehrsmanagementzentralen aus rund um die Uhr im Blick haben.“

Vorstand Josef Fiala

 „Wir alle haben gemeinsam ein sehr hohes Ziel, nämlich keine Todesopfer im Straßenverkehr. Dazu tragen wir als ASFINAG mit einem Verkehrssicherheits-Programm bei, in dem mehr als 100 Maßnahmen definiert sind. Bei Tunnel ist der erste wichtige Schritt natürlich der Vollausbau. Unser Ziel ist es, ein Verkehrssystem zu schaffen, dass die Unfallschwere dauerhaft reduziert.“

Geschäftsführer Andreas Fromm

„Tunnel sind heutzutage High-Tech-Anlagen und nicht einfach Löcher durch einen Berg. Der Gleinalmtunnel verfügt über eine Vielzahl an Sicherheitseinrichtungen, die dafür sorgen, dass auch im Ernstfall die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gewährleistet ist. Wir freuen uns, dass dieses Nadelöhr und damit auch der Gegenverkehrsbereich Geschichte sind.“

Geschäftsführer Christian Ebner

„Mit diesem Vollausbau können wir unseren Kundinnen und Kunden jetzt endlich auch eine voll ausgebaute Pyhrnautobahn zur Verfügung stellen – mit einer von unseren Autobahnmeistereien und der Betriebstechnik bestens servicierten Strecke und den sichersten Tunnel in Europa, die wir von unseren Verkehrsmanagementzentralen aus rund um die Uhr im Blick haben.“

Investitions-Paket für eine sichere „Pyhrn“

 

Insgesamt investierte die ASFINAG in den Neubau der zweiten Tunnelröhre sowie in die angeschlossene Generalsanierung der 1978 eröffneten alten Röhre 260 Millionen Euro, wovon auf den Neubau knapp 180 Millionen entfielen. Die ASFINAG baute neu, sanierte und rüstete bis 2019 aber zahlreiche Tunnel auf der Pyhrnautobahn mit neuester Technik aus. Den größten Anteil an der Gesamtinvestition machten dabei die Neubauten zweiter Tunnelröhren aus, um Tunnel nicht mehr im Gegenverkehr führen zu müssen. Darunter sind die Tunnelkette Klaus (bestehend aus vier Tunnel), Bosruck- und Gleinalmtunnel. Die Gesamtinvestition für diese insgesamt sechs Tunnel beträgt mehr als 700 Millionen Euro. Weiters wurden Selzthaltunnel und Walder Tunnel in Sachen Sicherheitstechnik auf den Letztstand gebracht, die Investition dafür betrug 63 Millionen Euro. Und der zehn Kilometer lange Plabutschtunnel in Graz wird seit Herbst 2017 um knapp 72 Millionen Euro modernisiert, die Arbeiten am Lüftungssystem werden im Februar 2020 abgeschlossen sein.

 

Die Gleinalmtunnel-Ausstattung im Detail

  • Insgesamt 34 Fluchtwege (Querschläge), acht davon für Einsatzfahrzeuge befahrbar
  • Acht 40 Meter lange Pannenbuchten, die über Notruf und Löschwassereinrichtung verfügen
  • Alle 125 Meter Notrufnischen (jede mit Telefon, Notruf- und Brandmeldetaste sowie zwei Feuerlöschern)
  • Videoanlage mit Videodetektion (erkennt Stau, Rauch etc.)
  • LED-Infotafeln im Vorportalbereich, Luftgütesensoren, Sensoren in den Pannenbuchten, die erkennen, wenn ein Fahrzeug dort hineinfährt
  • Höhenkontrolle, AKUT, Tunnelfunkanlage, bereits für Digitalfunk vorbereitet
  • Sensoren, um die Leuchtdichte zu messen und die Helligkeit zu optimieren
  • Lüftung mit Brandrauchabsaugung
  • Getrenntes Entwässerungssystem für Fahrbahnwässer und Bergwasser
  • Stets gefüllte Löschwasserleitung (Hoch- und Tiefbehälter, gesamt 600 Kubikmeter Wasser)

 

Zur Veranschaulichung der gewaltigen Dimensionen einige Zahlen von der elektromaschinellen und baulichen Ausstattung:

  • 978 Kilometer Kabel wurden verlegt, davon 515 Energiekabel und 270 Kilometer Lichtwellenleiter-Verkabelung
  • Mehr als 2.700 LED-Leuchten sind im Bereich der Fahrbahn in den Tunnelröhren, 330 Stück bei den Tunnelportalen und weitere 2.000 in Nischen, Technikräumen, Fluchtwegen verbaut
  • Fast 350 Videokameras und 237 AKUT-Mikrofone
  • 47 Verkehrsampeln
  • 26 Strahlventilatoren, insgesamt acht Abluftmaschinen und 160 Abluftklappen im Tunnel
  • Pro Röhre wurden 70.000 Quadratmeter Tunnelwände beschichtet
  • Beim Neubau wurden 15.000 Tonnen Betonstahl und 250.000 Kubikmeter Beton verbaut, bei der Generalsanierung 120.000 Kubikmeter Beton

Zahlen, Daten und (historische) Fakten Gleinalmtunnel

Mit der Planung der Gleinalmstrecke wurde 1971 begonnen, der erste symbolische Tunnelanschlag erfolgte 1973. Im August 1978 wurde die 32,6 Kilometer lange „Gleinalmautobahn“ inklusive dem 8,3 Kilometer langen Tunnel in Betrieb genommen. Die Verkehrsfrequenz stieg seit damals natürlich kontinuierlich an. Derzeit fahren täglich etwa 23.000 Pkw und Lkw durch den Gleinalmtunnel, an den Wochenenden im Sommer sind es mehr als 30.000.

Die Planungen für den Ausbau des Tunnels begannen 2011, bis zum Sommer 2013 wurden alle Materienrechtsverfahren (wie Forst-, Naturschutz- oder Wasserrecht) abgewickelt. Im September 2013 erfolgte der Tunnelanschlag, 18 Monate danach bereits der Tunneldurchschlag. Mehr als 850.000 Kubikmeter Gneis und Schiefer wurden aus dem Berg herausgebrochen und in der unmittelbaren Umgebung deponiert. Von den Deponien ist allerdings nichts mehr zu sehen, sie wurden renaturiert, also bepflanzt, und sind nun „normaler“ Wald. Nach dem Innenausbau erfolgte die elektromaschinelle Ausrüstung der neuen Röhre, die inklusive der umfangreichen Systemtests nur knapp ein Jahr gedauert hat. Im Juli 2017 konnte der Neubau bereits in Betrieb gehen, nach dem Sommer startete im September 2017 die Generalsanierung der alten Tunnelröhre, wobei es sich nahezu um einen Neubau – nur eben ohne Ausbruchsarbeiten – handelte. An der Baustelle waren je nach Baufortschritt täglich zwischen 60 und 140 Beschäftigte dauerhaft im Dreischichtbetrieb im Einsatz. Bei der Sanierung der alten Bestandsröhre waren es zu Spitzenzeiten sogar bis zu 270 Personen.

Fotocredit: ASFINAG/Oliver Wolf


« zurück

Wählen Sie ein Register:
Witschaft Tourismus Bildung Sport & Vereine Gemeinden
© murtalinfo 2020 | Underrain | DELPHIakademie | Werbeagentur Gössler & Sailer Mediadaten / Preise | Kontakt | Impressum | AGB | Kodex | ECG