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Knittelfeld setzt auf ein vielfältiges Miteinander im Alter

Knittelfeld setzt auf ein vielfältiges Miteinander im AlterMontag, 10. Februar 2020

Einsamkeit, als Merkmal einer immer stärker individualisierten Gesellschaft, trifft ältere Menschen stark. Denn auch in ländlichen Gemeinden sind regelmäßige soziale Kontakte, ähnlich wie in Städten, noch keine Selbstverständlichkeit. Um dem entgegen zu wirken wurde heute das neue Projekt "Zusammenbringen!" im "Bunten Haus de la Tour" in Knittelfeld präsentiert.

Mit dem Projekt „Zusammenbringen!“, arbeitet die Stadtgemeinde in Kooperation mit der Organisation Zebra neue Angebote für ältere Menschen aus, um sie aktiv in die Gesellschaft einzubringen und nicht alleine zu lassen. Ich möchte, dass Knittelfeld Vorbild ist was Bürgerbeteiligung betrifft. Es gilt alles zu bündeln was es an Angeboten gibt, so BGM Harald Bergmann. Edith Pirker, Obfrau des Sozialausschusses betont, in Knittelfeld gibt es viele unterschiedliche Angebote für ältere Menschen, doch oft werden diese nicht oder nur wenig genutzt. Es gibt verschiedene Gründe warum ältere Menschen diese Möglichkeiten nicht wahrnehmen. So stellen einerseits persönliche Hürden wie Unsicherheit, Mutlosigkeit oder auch Scham, Hinderungsgründe dar. Andererseits können körperliche oder strukturelle Hürden wie mangelnde Mobilität oder geringe finanzielle Mittel dazu beitragen, Angebote nicht wahrzunehmen.

Viele Angebote – wenig Zugänge?

Jeder Mensch altert auf seine Weise – mal langsamer, mal schneller, mal in besserer, und mal in schlechterer Gesundheit. Manche genießen ihre Pension in vollen Zügen, manche arbeiten engagiert weiter und manchen gelingt es mit zunehmendem Alter immer weniger, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden. Ziel ist, die Menschen, die vereinsamen aus den Wohnungen zu bringen, damit sie wieder am  Gesellschaftsleben teilhaben können und keine soziale Armut entsteht. Es ist auch wichtig den verschiedenen Biografien der Menschen achtsam zu begegnen. Das Ziel muss aber sein, die Gruppe der älteren Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit zu erreichen. Dazu werden Ärzte und Apotheken mit ins Boot geholt.

Folgende vier Schwerpunkte charakterisieren das Angebot

  1. Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung
  2. Bündelung bestehender Angebote/Anlaufstelle Jung und Alt
  3. Planungsgruppe Zusammenbringen
  4. Partizipative Angebote setzen

ZEBRA – das interkulturelle Beratungs- und Therapiezentrum – setzt als gemeinnützige, überkonfessionelle und unabhängige Non-Profit-Organisation (NPO) mit dem Projekt „ZUSAMMENBRINGEN!“ gemeinsam mit der Stadtgemeinde Knittelfeld und als Partnerstadt der Stadtgemeinde Leibnitz ein Angebot, das diesen gesellschaftlichen Entwicklungen gegenläufig ist. Gefördert wird das Angebot im Rahmen von "Reich am Leben" durch das Land Steiermark, wo es darum geht, ältere Menschen in den ländlichen und städtischen Regionen ein lebenswerteres Umfeld zu ermöglichen. Die Fördersumme (für beide Städte) beträgt 150.000 Euro für 18 Monate. Betreut wird "Zusammenbringen!" in Knittelfeld und Leibnitz von Martina Frei von Zebra. Wer Interesse hat, hier mitzuwirken, kann sich bei Martina Frei unter der Tel. 0664-88253757 oder per Mail martina.frei@zebra.or.at melden.

Ein Höhepunkt ist eine Fachtagung ZUSAMMENBRINGEN im Juni im Kulturhaus. Thematisch geht es dabei um die demografische Entwicklung in der Region, Fähigkeiten und Fertigkeiten älterer Menschen sowie die Beteiligung aller Generationen an einem neuen Miteinander.


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