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Gründerstammtisch Gemeinden unterstützen „ihre“ Gründer

Gründerstammtisch Gemeinden unterstützen „ihre“ GründerFreitag, 28. Februar 2020

Die Gemeinden Fohnsdorf, Judenburg, Pöls-Oberkurzheim, Spielberg und Zeltweg haben gemeinsam mit dem ZAT-Leoben eine Gründerinitiative unter dem Titel „unternehmerwerden.at“ ins Leben gerufen. Nach intensiven Vorbereitungsarbeiten und einigen Workshops fand nunmehr im Schulungszentrum Fohnsdorf der erste Gründerstammtisch statt. Zahlreiche Firmengründer, Unterstützer und  Multiplikatoren dieses Gemeinschaftsprojektes haben sich eingefunden und wichtige Informationen betreffend erfolgreicher Firmengründungen eingeholt.

Am 27.2.2020 fanden sich potentielle Firmengründer, aber auch zahlreiche Unterstützer und Multiplikatoren im Schulungszentrum Fohnsdorf ein, um am ersten Gründerstammtisch der Gemeinden Fohnsdorf, Judenburg, Pöls-Oberkurzheim, Spielberg und Zeltweg teilzunehmen.

Die Bürgermeister der Gemeinden Fohnsdorf - Gernot Lobnig, Judenburg Hannes -Dolleschall, Spielberg – Manfred Lenger und Zeltweg – Günther Reichhold begrüßten die zahlreichen Anwesenden und betonten die gute und enge Zusammenarbeit der Gemeinden in den bereits bestehenden überregionalen Projekten, unter anderem im Projekt „unternehmerwerden.at“. Einhelliger Tenor der Bürgermeister: „Gemeinsam stark sein, um entsprechende Voraussetzungen für einen Verbleib der Jugend in der Region zu schaffen und auch weiterhin wirtschaftlich erfolgreich zu sein, egal ob im Bereich interregionales Flächenmanagement, Klimaschutz, Jugendarbeit oder der Entwicklung eines regionalen Marktplatzes.“

Dr. Martha Mühlburger vom Zentrum für angewandte Technologie - Gründerzentrum der Montanuniversität und der Stadt Leoben, berichtete eingehend über das ZAT und betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der Partnergemeinden, um Firmengründungen zu unterstützen. „Es steht absolut nicht auf der Tagesordnung, dass sich Partnergemeinden wie Fohnsdorf, Judenburg, Pöls-Oberkurzheim, Spielberg und Zeltweg zusammenfinden und Angebote für „ihre Gründer“ schaffen. Vor allem ist es nicht selbstverständlich, dass die Partnergemeinden anteilig die Projektkosten übernehmen und damit auch einen finanziellen Polster für Firmengründer zur Verfügung stellen“, so Dr. Martha Mühlburger. „Die von den Partnergemeinden bereitgestellten Mittel fließen zur Gänze in die Betreuung der zukünftigen Unternehmerinnen und Unternehmer, so Dr. Mühlburger weiter.

Dr. Mühlburger berichtete außerdem, dass das ZAT bereits über 70 Gründungsvorhaben regional begleitet hat, wobei 95 % der Firmengründungen erfolgreich betreut wurden. „Das Partnergemeindenmodell Murtal ist einfach dargestellt. Die Partnergemeinden haben ein Angebot für Gründungswillige und übernehmen anteilsmäßig die Projetkosten. Die inhaltliche Begleitung erfolgt durch das ZAT, wobei die Gemeinden auch mit eingebunden werden. Der Fokus liegt zwar eher auf technologieorientierten, innovativen Gründungsprojekten, gewerbliche Gründer werden aber selbstverständlich auch mitbetreut. Die Gemeinden und zahlreiche Multiplikatoren unterstützen dieses Projekt bei der Öffentlichkeitsarbeit“, so Dr. Mühlburger.

DI Theresa Riedenbauer berichtete über die Fördervoraussetzungen des Projektes unternehmerwerden.at. „Ein Neugründungsvorhaben, ein innovatives Produkt oder eine innovative Dienstleistung, motivierte Gründerpersönlichkeiten sowie die Gründung und ein gelebter Unternehmensstandort in den Partnergemeinden, die ja auch das Projekt finanziell und organisatorisch unterstützen, sind Grundvoraussetzung. Idealerweise soll die Förderung der Gründer bereits vor der Firmengründung erfolgen. Das heißt, der Gründer wird beim Gründungsvorhaben individuell und systematisch begleitet. Dies erfolgt durch Beratung und Coaching, Fort- und Weiterbildung, Zugang zu Infrastruktur, Fördermöglichkeiten und Finanzierungen. Besonders von Bedeutung ist das Vorliegen eines ersten Businessplanes, gemeinsam mit dem ZAT ausgearbeitet und ständig erweitert wird“, so DI Theresa Riedenbauer.

Eine Präsentation von Dr. Kurt Wöls über die gelungene Firmengründung von „Festmeter“ mit der Hilfe und Unterstützung des ZAT mit anschließender Diskussion war der letzte Punkt der Tagesordnung, bevor in lockerem Rahmen mit den Referenten diskutiert werden konnte.

Die nächste Veranstaltung für „Firmengründer“ findet mit der Start-Up Werkstatt von 20. bis 22. März in Leoben (Anmeldungen bis 9. März 2020 unter www.startupwerkstatt.com) statt. Weiters sind für Sommer noch ein Businessplan-Wettbewerb, ein eigener Gründertag im Oktober sowie alle 2 Monate ein Gründerstammtisch in den Partnergemeinden geplant. Interessenten für Firmengründungen können sich entsprechende Information unter www.unternehmerwerden.at oder in den Gemeindeämtern der Partnergemeinden holen.

Foto: Dr. Kurt Wöls (erfolgreicher Gründer von „Festmeter“), Bgm. Manfred Lenger – Spielberg, Bgm. Günther Reichhold - Zeltweg, DI Teresa Riedenbauer - ZAT Leoben, Dr. Martha Mühlburger - ZAT Leoben, Bgm. Hannes Dolleschall – Judenburg, DI Jürgen Löschnauer – ZAT Leoben und Bgm. Gernot Lobnig – Fohnsdorf (v.l.n.r).
Fotocredit: murtalinfo


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