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Tag der Arbeit(-geber): Auch in Krisenzeiten zeigt die Wirtschaft ihre Kraft

Tag der Arbeit(-geber): Auch in Krisenzeiten zeigt die Wirtschaft ihre KraftMittwoch, 29. April 2020

Alle Jahre wieder wird am 1. Mai der Tag der Arbeit zelebriert. Gerade in diesem Jahr sollte man sich aber auch die Frage stellen, was wäre ein solcher Tag ohne Arbeitgeber? „Aus diesem Grund haben wir uns auch heuer wieder entschieden, den 30. April zum Tag der Arbeitgeber auszurufen. Nicht als Konkurrenz, sondern als starkes Zeichen dafür, dass Zusammenarbeit in Zeiten wie diesen notwendiger denn je ist“, betont WKO Steiermark Präsident Josef Herk. Darum wird nun auch eine neue Aktion gestartet: Unter dem #Einkaufspatriot wird ab sofort noch stärker für Waren und Dienstleistungen mit Heimvorteil geworben.

Der Tag der Arbeit steht vor der Tür. Gerade in einem Jahr wie diesem sollte man sich aber auch die Frage stellen, was wäre ein solcher ohne Arbeitgeber? „Darum rufen wir auch heuer wieder den 30. April zum Tag der Arbeitgeber aus“, betonen WKO Steiermark Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg. Nicht als Konkurrenz, sondern als starkes Zeichen dafür, dass Zusammenarbeit in Zeiten wie diesen notwendiger denn je ist. Schließlich habe Covid-19 die steirische Arbeitswelt komplett auf den Kopf gestellt. Mit welcher Wucht die Pandemie die Wirtschaft auch hierzulande getroffen hat, haben die Experten des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung (IWS) in der WKO Steiermark näher analysiert. Fazit: „Der kurzfristige Shutdown wird langfristige Auswirkungen auf die Wirtschaft und unsere Arbeitswelt haben“, resümiert IWS-Leiter Ewald Verhounig. Wie groß die aktuellen Herausforderungen sind, zeigen die Vergleichszahlen aus der Finanzkrise 2009: Damals schrumpfte die Wirtschaft in Österreich um 3,9 Prozent, jetzt wird ein BIP-Einbruch jenseits von minus fünf Prozent prognostiziert.  Dabei werden die Prognosen noch laufend nach unten revidiert, zuletzt stellte der Internationale Währungsfonds (IWF) für Österreich gar ein Minus von sieben Prozent in den Raum. Und auch die weiß-grüne Arbeitsmarkt-Entwicklung spricht Bände: Während in der Finanzkrise 2008/09 rund 15.000 Menschen in Kurzarbeit waren, sind es aktuell bereits mehr als 158.000 Personen aus rund 12.000 Betrieben – eine noch nie dagewesene Dimension.

Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, bewies die steirische Unternehmerschaft einmal mehr Mut und Durchhaltevermögen: Der Online-Handel wurde stark forciert - nicht zuletzt durch die WKO-Initiative „steirisch einkaufen“ (wko.at/steirischeinkaufen) -, Waren wurden vom Chef persönlich vor die Haustüre geliefert und Produktionsprozesse wurden unter strengen Schutzmaßnahmen fortgesetzt. Selbständiges, innovatives Handeln war mehr gefragt denn je. „Betroffen von der globalen Pandemie sind so gut wie alle Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Aktuell zählen wir in der Steiermark 76.404 Firmen, wovon 27.726 in die Kategorie ,Arbeitgeberbetriebe‘ entfallen“, berichten Herk und Dernoscheg anlässlich der traditionellen Bilanz zum Tag der Arbeit(-geber). Diese beschäftigten bis zum Ausbruch von Covid-19 Anfang März insgesamt 393.659 Menschen in unserem Bundesland. „Nun gilt es, diese Zahl so gut es geht zu halten, unter anderem durch das Modell der Kurzarbeit“, unterstreichen Herk und Dernoscheg die kritische Lage. „Wenn die Wirtschaft in den kommenden Wochen wieder hochgefahren wird, müssen wir dafür sorgen, dass alles möglichst rasch in Schwung kommt. Nur so können wir die Arbeitslosenquote wieder rasch senken und die Menschen aus der Kurzarbeit holen“, so die beiden weiter. Folgender Maßnahmenmix wird seitens der WKO-Experten dafür vorgeschlagen:

  • Möglichst rasche Beendigung des Angebotsschocks durch ein kontrolliertes Wiederhochfahren von möglichst allen Wirtschaftsbereichen.
  • Sicherung der Liquidität: Die Bundesregierung hat mit ihren Hilfsfonds einen großen Schutzschirm gespannt, doch bis diese Hilfe in vollem Ausmaß bei den Betrieben ankommt, dauert es. „Zeit, die wir leider nicht haben“, so Herk: „Hier erwarte ich mir von den Banken ein entsprechend flexibles Vorgehen, auch wenn mir die restriktiven Vorgaben für Kreditvergaben natürlich bewusst sind. Diese dürfen im Sinne einer wirtschaftlichen Notfallmedizin jetzt aber nicht überwiegen, es braucht lebenserhaltende Maßnahmen. Nach intensiven Verhandlungen müsste es jetzt endlich gelungen sein, die immer wieder zitierten Hürden in diesem Bereich zu beseitigen. Für einige besonders schwer betroffene Branchen wird es darüber hinaus noch zusätzliche Unterstützungen brauchen.“
  • Antizyklische Konjunkturpolitik auf allen Ebenen öffentlicher Körperschaften, Konsum und Investitionen sind anzukurbeln. Auch in den Gemeinden sollten alle Projekte/Investitionen so gut als möglich fortgesetzt werden, es darf zu keinen Baustopps oder Verzögerungen kommen, denn dies trifft die regionale Wirtschaft zusätzlich mitten ins Herz. Herk: „Homeoffice darf kein Homeurlaub sein, aber ich denke, hier sind sich alle ihrer Verantwortung bewusst.“
  • Rasche Klärung der noch offenen Fragen zum Thema Kinderbetreuung und Schule.
  • Schrittweise Lockerung von Grenzschließungen zu wichtigen Partnerländern, schließlich wird jeder zweite steirische Euro im Export verdient.
  • Kritischen Infrastrukturen im Bereich Energie, Telekom, Lebensmittelerzeugung, Pharma und Gesundheit ist weiterhin besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Gerade zum Tag der Arbeit(-geber), wo die Wirtschaft traditionell Zeugnis ablegt, müsse man sich den Wert einer intakten Wirtschaft vor Augen halten, betonen Herk und Dernoscheg weiter: „Wenn die Wirtschaftskraft aufgrund der aktuellen Krise mit den Kosten des Sozialsytems nicht mehr Schritt halten kann, setzen wir den gesamten Sozialstaat aufs Spiel.“ Schließlich werden jedes Jahr rund 13,3 Milliarden Euro an Löhnen und Gehältern pro Jahr ausbezahlt. Weitere 3,9 Milliarden Euro fließen aus den steirischen Unternehmerkassen direkt in diverse Sozialtöpfe (Pensions-, Unfall-, Kranken-, Arbeitslosenversicherung etc.) – inklusive schleichender Steuererhöhung. „Die von Arbeitgeberseite finanzierten Sozialabgaben sind allein in den vergangenen fünf Jahren um 16,4 Prozent gestiegen. Hier müssen wir nach der Bewältigung der Corona-Krise dringend eine Trendumkehr einleiten“, betonen Herk und Dernoscheg weiter.

Die Corona-Pandemie hat darüber hinaus auch das Service-Team der WKO Steiermark vor ganz neue Herausforderungen gestellt: „Seit Beginn der Corona-Krise ist die WKO Steiermark gefragter denn je: 25.031 Servicefälle, 44.491 Telefongespräche, 94.324 Anfragen per
E-Mail. Insgesamt wurden 20.500 Förderanträge im Rahmen der Phase 1 des Härtefallfonds abgewickelt“, so Dernoscheg über den rasanten Anstieg. In normalen Jahren werden sonst rund 85.000 Servicefälle registriert. „Es ist uns ein großes Anliegen, unseren Mitgliedern eine schnelle Hilfe zu gewährleisten. Trotz der steigenden Serviceanfragen wurde auch die Erreichbarkeit und Wartezeit als sehr gut bewertet. Mit einer durchschnittlichen Schulnote von 1,3 stellen uns unsere Servicekunden auch im Normalbetrieb ein tolles Zeugnis aus“, so Dernoscheg.

Start der Aktion #Einkaufspatriot

Ob und wie das Wiederhochfahren der Wirtschaft ab 2. Mai gelingt, liege aber zu einem guten Teil auch an uns selbst“, ist Herk überzeugt: „Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer kämpfen um jeden einzelnen Arbeitsplatz. Am Ende entscheiden aber auch wir mit unseren Kaufentscheidungen ob und wie schnell die Menschen, die durch Corona ihre Jobs verloren haben oder sich in Kurzarbeit befinden, wieder voll ins Erwerbsleben zurückkommen können. Denn auch die umfangreichste Hilfe kann Umsatzeinbrüche von bis zu 100 Prozent auf Dauer abfedern.“

Darum startet die WKO jetzt auch eine neue Aktion, wie Herk betont: „Unter dem Hashtag Einkaufspatriot werden wir ab sofort noch stärker für Waren und Dienstleistungen mit Heimvorteil werben.“ Sein Appell: „Gehen Sie in unsere Geschäfte, konsumieren Sie steirisch und planen Sie Ihren Urlaub wieder einmal in Österreich. Gemeinsam schaffen wir das wirtschaftliche Comeback unseres Landes. Davon bin ich überzeugt.“


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