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Reisekorridor für rumänische 24-Stunden-BetreuerInnen

Reisekorridor für rumänische  24-Stunden-BetreuerInnenMontag, 20. April 2020

Schon ab Mai könnte es für die 24-Stunden-Betreuerinnen und Betreuer eigene Reisekorridore von Rumänien nach Österreich geben. Das Land Steiermark übernimmt Kosten für Corona-Tests, die Fachgruppe Personen-beratung und Personenbetreuung der WKO Steiermark richtet darüber hinaus einen 500.000 Euro Reisekostenhilfsfonds für BetreuerInnen ein.   

Die Corona bedingten Reisebeschränkungen stellen für das österreichische System der
24-Stunden-Betreuung eine große Herausforderung dar. „Ich danke allen Betreuerinnen und Betreuern sowie unseren Agenturen, dass sie mit großem persönlichen Einsatz unser System am Laufen gehalten haben“, betont Andreas Herz, Obmann der Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung in der Wirtschaftskammer Steiermark. Herz ist auch bundesweit oberster Vertreter der Branche und sucht mit der Bundesregierung derzeit intensiv nach Lösungen. „Wir arbeiten mit Bundesministerin Karoline Edtstadler und Staatssekretär Magnus Brunner mit Hochdruck an einer nachhaltigen Reiselösung. Auf jeden Fall werden wir ab Mai für unsere rumänischen Betreuerinnen und Betreuer eine Lösung haben, entweder per Zug oder Flugzeug“, so Herz. 6.435 der insgesamt 11.109 Betreuerinnen und Betreuer in der Steiermark kommen aktuell (Stand März 2020) nämlich aus Rumänien. Damit diese möglichst schnell zu den Familien bzw. den 24-Stunden zu Betreuenden kommen, wird das Land Steiermark die Kosten für Corona-Tests übernehmen.

„Mit dem Reisekorridor, aber auch den Corona-Tests ist uns ein wichtiger Schritt gelungen, um die 24-Stunden-Betreuung in der Steiermark weiter abzusichern. Pflegebedürftige können weiterhin in den eigenen vier Wänden betreut werden und den BetreuerInnen erspart man dadurch bei einem negativen Test die zeitintensive und psychisch belastende Quarantäne“, betont Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß und bedankt sich bei der Wirtschaftskammer Steiermark für die gute Zusammenarbeit.

Für Herz ist dieser Schritt ein wesentlicher zur weiteren Sicherstellung der Betreuungsqualität. „Ich danke dem Land Steiermark und der Politik generell für ihre Unterstützung. Als Fachgruppe werden wir zusätzlich einen Reisekostenhilfsfonds für 24-Stunden-BetreuerInnen aufsetzen, um erhöhte Reisekosten durch die Coronakrise abzufedern. Dieser Fonds wird in der Steiermark mit 500.000 Euro gefüllt sein“, so Herz. Die Modalitäten und notwendigen Beschlüsse für die Abwicklung seien bereits in Ausarbeitung.


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