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Drei Tipps gegen das „mulmige Gefühl“ bei der Fahrt durch einen Tunnel

Drei Tipps gegen das „mulmige Gefühl“ bei der Fahrt durch einen TunnelMittwoch, 8. Juli 2020

Verkehrspsychologe empfiehlt einfache Übungen; auch „Konfrontationstherapie“ hilfreich

Auch wenn ein Autobahntunnel in Österreich genau so sicher ist wie jedes andere Teilstück einer Autobahn: Ein mulmiges Gefühl beschleicht dennoch viele Lenkerinnen und Lenker, wenn sie auf einen Tunnel zufahren. „Das ist aber überhaupt nicht notwendig“, versichert ASFINAG-Verkehrssicherheitsexperte Bernhard Lautner. „Die Autobahntunnel in Österreich sind hinsichtlich Sicherheitsstandard auf dem höchsten Niveau.“ In einem geringen Ausmaß ist ein mulmiges Gefühl aber durchaus normal, sagt der Verkehrspsychologe Dieter Krainz, der auch für das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) tätig ist. „Allerdings nehmen manche sogar weite Umwege in Kauf, nur um nicht durch einen Tunnel fahren zu müssen.“

Ähnlich wie gegen die Flugangst kann man gegen dieses irrationale Gefühl aber etwas unternehmen, weiß Krainz, der drei einfache Tipps parat hat:

  • Wiederholen Sie Gedanken beziehungsweise Sätze wie „Ich bin ein souveräner Autofahrer“, „Ich fühle mich sicher, wenn ich einen Tunnel durchfahre“, oder „Tunnel sind genauso sicher wie andere Autobahnabschnitte im Freien“. Krainz: „Das Wiederholen positiver Gedanken beeinflusst das Unbewusste und führt in vielen Fällen dazu, dass Tunnel in Zukunft als praktisch, sicher und angstfrei betrachtet werden. In der Psychologie nennt man das Selbst-Affirmation beziehungsweise Autosuggestion.“
  • Sofern man alleine im Auto sitzt, kann man sich auch mit dem Auto unterhalten. Das liest sich zwar eigenartig, aber wir sprechen auch mit dem Navi während der Fahrt. Warum also nicht dem Auto sagen: „So, nun fahren wir souverän und entspannt durch diesen Tunnel, der wirklich sinnvoll und sicher ist.“ Auch diese Taktik wirkt beruhigend und beeinflusst das Verhalten der meisten Lenker positiv.
  • Bei einer wirklichen „Tunnelphobie“ empfiehlt sich die sogenannte Konfrontationstherapie, das heißt, man stellt sich gezielt angstauslösenden Tunnelfahrten. Dabei machen die Lenker im Laufe der Zeit die angenehme Erfahrung, dass befürchtete Situationen nicht eintreten. Eine Person des Vertrauens sollte anfangs jedenfalls mit dabei sein. Bei den meisten Betroffenen fällt die „Tunnel-Angst“ irgendwann wie der sprichwörtliche Stein vom Herzen.

Machen Sie sich selbst auch „tunnelfit“

Die ASFINAG registriert trotz der besten Sicherheitstechnik leider jedes Jahr hunderte Unfälle im Bereich von Tunnel, allein 2019 waren es mehr als 600. Die drei häufigsten Ursachen sind Unachtsamkeit, zu geringer Abstand oder zu hohes Tempo. Wie „tunnelfit“ man selbst ist, kann man auf asfinag.at jetzt auch mit einem sehr informativen Quiz mit 13 Fragen testen.

Bei Unachtsamkeit gehört neben den „üblichen Verhaltensweisen“ wie Telefonieren, Navi oder Radio einstellen übrigens auch dazu, dass Ampeln bei den Tunnelportalen leider oft „übersehen“ werden. Das aber kann sehr gefährlich werden. Eine rote Ampel vor einer Tunneleinfahrt bedeutet exakt das, was sie auch im Stadtverkehr bedeutet: Stopp!

Die ASFINAG-Kampagne „Tunnelfit“

Die Kampagne „Tunnelfit“ wird ab sofort in den kommenden Wochen alle Lenkerinnen und Lenker sensibilisieren, vor der Einfahrt in einen Tunnel die wesentlichen Verhaltensregeln zu beachten. Mit mehr als 100 Plakaten vor Tunnel, Newsletter, Blogs sowie Online-Banner auf den Websites reichweitenstarker Medien und natürlich Infos auf asfinag.at, Twitter und Facebook wird auf diese wichtigen Punkte in Sachen Tunnelfitness hingewiesen.


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