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Elektromobilität – Ausweg aus der Klimakrise?

Elektromobilität – Ausweg aus der Klimakrise?Dienstag, 18. Mai 2021

1886 hat Carl Benz das erste Automobil mit Verbrennungsmotor zum Patent angemeldet und somit den Grundstein für den Individualverkehr gelegt. Seit damals wurde das Auto nicht nur ein Fortbewegungsmittel um von A nach B zu gelangen, sondern auch zu einem Statussymbol für Größe, Anerkennung und Flexibilität.  Aus diesen Gründen nahm die Erfolgsgeschichte des Autos in den letzten 70 Jahren immer mehr Fahrt auf und ist heute aber zu einer großen Umweltbelastung für die Menschheit geworden.

Laut Statistik Austria gab es im Jahr 2010 in Österreich 4,44 Mio. PKW’s, davon 353 rein elektrisch betrieben, mit Ende 2020 waren 5,1 Mio. PKW’s, davon 44.507 Elektroautos, zugelassen. Technisch wurden die Autos immer wieder verbessert, der Treibstoffverbrauch und Schadstoffausstoß gesenkt, aber durch die starke Zunahme der Fahrzeuge wurde die Umweltbelastung insgesamt sogar erhöht. Um dem Klimawandel und den damit verbundenen Temperaturanstieg zu bremsen erlebt nun der Elektroantrieb im Auto eine Renaissance. Aber ist das wirklich der Stein der Weisen? Der Elektroantrieb ist sehr effizient und leise, aber das große Problem ist derzeit noch die Batterie. Einerseits hält die Reichweite mit Benzin- oder Dieselautos nicht mit, andererseits werden Rohstoffe wie Lithium und Kobalt in den Batterien verbaut, die sehr problematisch zu sehen sind. Sie sind nur begrenzt vorhanden und werden teilweise unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut.

Auch bei der CO2-Bilanz schneiden große E-Autos mit Batterien von mehr als 80 kWh schlechter ab als fossil angetriebene Autos. Die schlechtere CO2-Bilanz wird erst ab 180.000 gefahrenen km ausgeglichen. Außerdem sind Autobatterien trotz Einhausung brandgefährlich. Lithiumbatterien brennen mit enorm hohen Temperaturen und kontaminieren das Löschwasser.

Eine Alternative zur Lithiumbatterie ist die Feststoffzellenbatterie. Lithium wird hier nicht mehr als flüssiger Elektrolyt, sondern in fester Form verbaut und Kobalt wird nicht benötigt. Der Feststoffakku soll dadurch extrem brandsicher sein, um 80% mehr Reichweite bieten und in 15 Minuten von 0 auf 80% aufgeladen werden. Außerdem sollen diese Batterien bis zu 50% kleiner sein und damit auch weniger Gewicht haben. Diese Feststoffzellenakkus sollen schon ab 2024 in Serienproduktion gehen.  Als weitere Innovation wird an einer Batterie geforscht, bei der das Lithium durch Natrium ersetzt werden soll. Der Vorteil von Natrium ist, dass es in unbegrenzter Menge vorhanden ist und die Umwelt wenig belastet. Auch an Superkondensatoren zur Stromspeicherung wird schon geforscht.

Elektroautos haben viele Vorteile wie zB: Sie bewegen sich emissionlos, nur dadurch können die Emissionen im Verkehr gesenkt werden. Der Verkehrslärm wird stark reduziert. Die Batterien können als Energiespeicher für überschüssigen Strom aus erneuerbarer Produktion dienen. Damit die E-Mobilität wirklich ein Erfolg wird müssen jedoch die Batterien aus Rohstoffen, welche umweltschonend und menschenwürdig abgebaut werden, produziert werden und der Strom zum Aufladen sollte aus erneuerbaren Energiequellen kommen.

Da nun wirklich alle Automobilhersteller, auch die deutschen, auf den „E-Auto-Zug“ aufgesprungen sind, sollten diese Schwachstellen in den nächsten Jahren beseitig werden können. Was möglich ist hat uns eindrucksvoll die Pandemie gezeigt – innerhalb eines Jahres wurde ein Impfstoff gegen Covid 19 entwickelt. Wenn Wissen, Forschung und Entwicklung konzentriert und global vernetzt eingesetzt werden, ist fast alles möglich.


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