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„Der Kultwagen von Strettweg – Restaurierung und Rezeption einer archäologischen Ikone“

„Der Kultwagen von Strettweg – Restaurierung und Rezeption einer archäologischen Ikone“Dienstag, 18. Mai 2021

Das Museum Murtal zeigt erste Sonderausstellung „Der Kultwagen von Strettweg – Restaurierung und Rezeption einer archäologischen Ikone“. Ab 22. Mai präsentiert das neue Museum Murtal Judenburg Wissensgeschichte und den „Kultwagen 3D“.

Vom Zufallsfund zum Kulturgut. Als der Strettweger Bauer Anton Pfeffer im Jahr 1851 bei Feldarbeiten den in Einzelteile zerbrochenen Kultwagen entdeckte, war ihm dessen überragende Bedeutung zunächst nicht bewusst. Er verschenkte einzelne Teile, die Figuren dienten als Spielzeug für seine Kinder, sogar in Weihnachtskrippen waren sie zu finden. 170 Jahre später hat der Strettweger Kultwagen einen aktuellen Versicherungswert von 60 Millionen Euro und ist somit das wertvollste Fundstück der Steiermark. Vom Kultwagen existiert auch das erste Foto (1852) eines archäologischen Artefakts, das jemals in Österreich aufgenommen wurde, erläutert Daniel Modl vom Grazer Joanneum-Archäologiemuseum Schloss Eggenberg. Der Kultwagen von Strettweg gilt als eines der bedeutendsten Zeugnisse der österreichischen Urgeschichte. Das gut 2600 Jahre alte Original des Wagens befindet sich heute im Archäologiemuseum im Park von Schloss Eggenberg in Graz.

Ab 22. Mai öffnet im Museum Murtal die allererste Sonderausstellung zum Thema "Restaurierung und Rezeption einer archäologischen Ikone". Es können verschiedene Kopien des Wagens, historische Dokumente, einzigartige Fotografien und neueste Visualisierungstechnologien besichtigt werden. 3D-Modelle machen den Kultwagen virtuell erfahrbar, auch ein 3D-Drucker kommt zum Einsatz. Bei einem kniffligen Puzzle des Kultwagens kann man seine restauratorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Es gibt auch eine begleitende Kinderausstellung wo junge Archäologinnen und Archäologen ihre Beobachtungsgabe spielerisch testen können. Kuratiert wird die Ausstellung von Daniel Modl gemeinsam mit Restaurator Robert Fürhacker (Arbeitskreis Schloss Hanfelden). Beide forschen seit Jahren zur Geschichte des Kultwagens.

Der Arbeitskreis Falkenberg, der heuer mit rund 180 Mitgliedern sein zehnjähriges Jubiläum feiert, war wieder maßgeblicher Unterstützer bei diesem Projekt. Obmann Franz Bachmann berichtete auch mit Stolz, dass der Verein bereits mehr als 2,2 Millionen Euro an Fördergeldern lukrieren konnte. Diese Woche finden auch weitere Prospektionen (Aufsuchen und Erkunden archäologischer Stätten im Boden) rund um die hallstattzeitlichen Fürstengräber von Strettweg statt.

Der Boden des Eingangsbereichs wurde künstlerisch unter der Leitung von Helmuth Ploschnitznigg mit passenden bunten Werken zum Thema Strettweger Kultwagen aus der Behinderteneinrichtung Simultania Judenburg gestaltet.

MUSEUM MURTAL
Herrengasse 12
8750 Judenburg
Telefon: 03572 20388
www.museum-murtal.at, info@museum-murtal.at
Öffnungszeiten: Mi.–So. von 10–17 Uhr

Bildtext: Franz Bachmann (Arbeitskreis Falkenberg), Daniel Modl (Archäologiemuseum Schloss Eggenberg), Museumsleiter Philipp Odelga, Robert Fürhacker vom Arbeitskreis Schloss Hanfelden und Helmuth Ploschnitznigg, Simultania

Fotocredit: ©murtalinfo


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