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Nationalsozialismus – Im Zeichen der Erinnerung

Nationalsozialismus – Im Zeichen der ErinnerungFreitag, 28. Mai 2021

Im Zeichen der Erinnerung stand der 27. Mai 2021 in der BHAK/BHAS Judenburg. Die Schülerinnen und Schüler der zweiten Handelsschule machten es sich zur Aufgabe, in einem fächerübergreifenden Projekt in den Unterrichtsgegenständen Deutsch, Geschichte und Geografie an die Zeit des Nationalsozialismus zu erinnern. Sie erinnerten an eine Zeit, in der Menschen das Menschsein genommen wurde, eine Zeit, die Menschen in gute und böse kategorisierte und Unterdrückung verschiedenster Gesellschaftsgruppen den Alltag prägte.

Zu Beginn des Vortrags wird der Entwicklung dieser Ideologie ein besonderer Wert beigemessen. Neben Erläuterungen von grundsätzlichen Begrifflichkeiten wie Antisemitismus, Holocaust oder Euthanasie beschäftigten sich die einzelnen Gruppen auch mit dem historischen Ursprung dieser Weltanschauung. Daneben bildete auch die propagandistische Inszenierung zum Zwecke der gesellschaftlichen Manipulation über Plakate, Veranstaltungen, Reden oder das aufkommende Medium Film ein fundamentales Kernelement des Vortrags. Interessant war auch die Aufbereitung nationalsozialistischer Erziehung, wie Unterricht ausgesehen hat, welche Fächer im Mittelpunkt standen und vor allem welche Inhalte den Schülerinnen und Schülern der damaligen Zeit vermittelt wurden. Eindrucksvoll demonstrierte die Klasse, wie sogar in einfachen Mathematikaufgaben der manipulative Charakter nationalsozialistischer Propaganda zur Geltung kam.

In Anlehnung an den kürzlich begangenen 5. Mai –Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus–  an dem das Konzentrationslager Mauthausen befreit wurde, thematisierten die Schülerinnen und Schüler in weiterer Folge auch Konzentrations- bzw. Vernichtungslager. Dabei wurde neben diversen Versuchen an Menschen auch der grauenhafte Umgang mit Häftlingen diskutiert.

Besondere Aktualität wurde der Präsentation im letzten Drittel zuteil. Die 2S offerierte dem Publikum unter dem Programmpunkt „What if a Girl in the Holocaust had Instagram“ zwei Schicksale:

Zum einen wurde versucht, das Leben von Sophie Scholl, die durch ihr Engagement in der Widerstandsgruppe Weiße Rose zum Tode verurteilt wurde, mithilfe der Social Media Plattform Instagram aufzuzeigen. Zum anderen wurden die Tagebucheinträge der dreizehnjährigen Éva Heyman kurz vor ihrer Deportation nach Auschwitz ebenfalls über Instagram präsentiert und näher beleuchtet. Dadurch konnte den Zuseherinnen und Zusehern dieses elementare Thema in einem differenzierten Kontext nähergebracht werden.

Den Abschluss bildete ein Videozusammenschnitt verschiedener Interviews mit Freunden und Lehrkräften. Die Gesprächspartner wurden dabei nach ihrem Blickwinkel auf das Thema Nationalsozialismus befragt. Eine Aussage wiederholte sich permanent:

„So etwas darf nie wieder passieren.“

In diesem Sinne ein großes Dankeschön an die Schülerinnen und Schüler der 2S, dass auch sie ihre gesellschaftliche Verantwortung angenommen haben, die Erinnerung nicht erlischt und an künftige Generationen weitergegeben wird, damit jegliche Tendenzen nationalsozialistischer und menschenverachtender Art bereits frühzeitig erstickt werden können. Oder wie es Sophie Scholl selbst formulierte: „Man darf nicht nur dagegen sein, man muss etwas tun.“


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