Murtalinfo
Suche nach Unernehmen oder Produkte/Dienstlesitungen suchen
Newsletter Facebook Xing RSS
News

Morgen gibts die längste Mondfinsternis seit 1440

Morgen gibts die längste Mondfinsternis seit 1440Donnerstag, 18. November 2021

Am Freitagmorgen 19. November findet eine nahezu totale Mondfinsternis statt: 99,1 Prozent des Mondes werden im Erdschatten sein. Je nachdem, wo ich mich auf der Erdkugel befinde, dauert das Spektakel bis zu sechs Stunden. Allerdings sehen wir in Europa nur wenig davon.

Was ist eine „fast totale“ Mondfinsternis?
Eine Mondfinsternis tritt auf, wenn sich der Mond und die Erde in einer Linie zur Sonne befinden und die Erde ihren Schatten auf den Mond wirft. Bei einer totalen Mondfinsternis fällt der gesamte Mond in den dunkelsten Teil des Erdschattens, den sogenannten Kernschatten. Bei dieser Sonnenfinsternis befinden sich bis zu 99,1% der Mondscheibe im Kernschatten der Erde. Dabei wird der Kernschatten der Erde bis zu 97 Prozent der Mondoberfläche verdunkeln und in ein rötliches Licht tauchen. Das ganze Spektakel soll drei Stunden und 28 Minuten dauern, ist aber leider in Europa nur unvollständig zu sehen: Die ganze Pracht der Eklipse ist nur in Nordamerika, Teilen Südamerikas und Asiens sowie dem Osten Australiens und den Südseegebieten zu sehen. Allerdings sollen auch in Europa Teile des Ereignisses zu sehen sein. Der Mond ist alles in allem sogar sechs Stunden und zwei Minuten im Schatten der Erde. Dass die Eklipse (Mondfinsternis) so lange dauert, hängt mit der derzeitigen maximalen Distanz des Trabanten von der Erde von 405’000 Kilometern zusammen. Die nächste vergleichbar lange Mondfinsternis ist erst für das Jahr 2669 vorausgesagt.

Für das 21.Jahrhundert sind 228 Mondfinsternisse angekündigt, allerdings nicht von diesem Umfang und der Dauer der jetzigen.

Warum wird der Mond bei einer Mondfinsternis rot?
Das gleiche Phänomen, das unseren Himmel blau und unsere Sonnenuntergänge rot macht, lässt den Mond während einer Mondfinsternis rot werden. Es wird Rayleigh-Streuung genannt. Licht breitet sich in Wellen aus und verschiedene Lichtfarben haben unterschiedliche physikalische Eigenschaften. Blaues Licht hat eine kürzere Wellenlänge und wird von Partikeln in der Erdatmosphäre leichter gestreut als rotes Licht, das eine längere Wellenlänge hat. Rotes Licht hingegen wandert direkter durch die Atmosphäre. Wenn die Sonne über uns steht, sehen wir blaues Licht am ganzen Himmel. Aber wenn die Sonne untergeht, muss das Sonnenlicht mehr Atmosphäre passieren und weiterwandern, bevor es unsere Augen erreicht. Das blaue Licht der Sonne wird gestreut und längerwelliges rotes, oranges und gelbes Licht geht durch. Während einer Mondfinsternis färbt sich der Mond rot, weil das einzige Sonnenlicht, das den Mond erreicht, durch die Erdatmosphäre dringt. Je mehr Staub oder Wolken während der Sonnenfinsternis in der Erdatmosphäre vorhanden sind, desto röter erscheint der Mond. Es ist, als würden alle Sonnenauf- und -untergänge der Welt auf den Mond projiziert.

Fotocredit: Maria Magdalena Schrettl


« zurück

Wählen Sie ein Register:
Witschaft Tourismus Bildung Sport & Vereine Gemeinden
© murtalinfo 2021 | Underrain | DELPHIakademie | Werbeagentur Gössler & Sailer Mediadaten / Preise | Kontakt | Impressum | AGB | Kodex | ECG