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Wirtschaftsbarometer: Sorge um konjunkturelle Vollbremsung

Wirtschaftsbarometer: Sorge um konjunkturelle VollbremsungDienstag, 30. November 2021

Der neuerliche Lockdown hat die wirtschaftliche Erholung im Steirerland jäh gestoppt. Eine aktuelle Analyse des Instituts für Wirtschaft- und Standortentwicklung beziffert den volkswirtschaftlichen Schaden für unser Bundesland mit bis zu 100 Millionen Euro pro Woche. Ein enormer Schaden, der laut einer aktuellen Analyse des Instituts für Wirtschaft- und Standortentwicklung aber unter dem Österreich-Schnitt liegt. „Das kommt daher, dass wir in unserem Bundesland überdurchschnittlich viele starke Produktionsbetriebe haben, die von den Folgen des Lockdowns aktuell noch nicht so betroffen sind, wie bei den coronabedingten Schließungswellen zuvor“.

Kaum hat sich die steirische Konjunktur von den Auswirkungen der Covid19-Pandemie etwas erholt, ist sie auch schon wieder ins Stocken geraten. Und das bereits vor dem aktuellen Lockdown. Hauptgrund dafür waren und sind Probleme bei den Lieferketten, aber auch der fortwährende Arbeits- und Fachkräftemangel, der für jeden künftigen Aufschwung zum Flaschenhals zu werden droht. Dementsprechend fallen die Ergebnisse des steirischen Wirtschaftsbarometers aus, das Ende Oktober bzw. Anfang November seitens der WKO im Rahmen einer Umfrage unter 704 steirischen Unternehmen erhoben wurde. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich zwar sämtliche Saldenwerte noch im positiven Bereich, aber fast überall mit den Trendpfeilen nach unten.

Wirtschaftsklima in den Regionen
Die Einschätzungen des bisherigen Wirtschaftsklimas haben sich gegenüber Frühjahr 2021 in allen Regionen verbessert, lediglich in Liezen überwiegen die negativen die positiven Einschätzungen knapp (Saldo bisher: -5,3 Prozentpunkte). Eine Entspannung der allgemeinen Wirtschaftslage in den vergangenen zwölf Monaten melden insbesondere die Betriebe der Regionen Murau-Murtal (Saldo bisher: +24,6 Prozentpunkte), Großraum Graz (+22,2) und Oststeiermark (+19,3). Auch in Bezug auf das nächste Jahr haben sich die steirischen Unternehmen vor den neuerlichen Schließungen insgesamt eher optimistisch gezeigt.

Geschäftslage Ein-Personen-Unternehmen (EPU)
Den Ein-Personen-Unternehmen (EPU) hat die Corona-Krise bis dato besonders stark zugesetzt. Die Trendpfeile sind zwar vor dem Lockdown nach oben gerichtet, die Stimmung in dieser Gruppe ist aber die schlechteste im Größenklassenvergleich. Ungeachtet der konjunkturellen Aufwärtsbewegung in weiten Teilen der Wirtschaft, verläuft die Entwicklung im Bereich der EPU bisweilen nur schleppend. Mit einem Negativsaldo von -34,6 Prozentpunkten verzeichneten in den vergangenen zwölf Monaten mehr EPU eine negative (55,9 %) als eine positive (21,3 %) Umsatzentwicklung.

Beschäftigung
Durch den Konjunkturaufschwung der vergangenen Monate ist die Nachfrage nach Arbeitskräften wieder spürbar gestiegen. Insgesamt 35,9 % der befragten Unternehmen haben in den vergangenen zwölf Monaten zusätzliche Beschäftigte eingestellt, 26,1 % planen – Stand vor Lockdown - auch im kommenden Jahr Personal aufzustocken. Die Salden in Bezug auf die bisherige und zukünftige Entwicklung liegen somit im Herbst 2021 klar im positiven Bereich bei 18,5 (bisher) und 8,4 Prozentpunkten (erwartet). Stellenangebote gibt es derzeit einige, die Besetzung wird aber zunehmend schwieriger. Die Verfügbarkeit von Humankapital könnte damit den weiteren Konjunkturverlauf erheblich beeinflussen.

Bild von StartupStockPhotos auf Pixabay


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