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Bezirkstagung des Roten Kreuzes in Oberwölz

Bezirkstagung des Roten Kreuzes in OberwölzDienstag, 10. Mai 2022

Auf große Probleme im Rettungsdienst wurde hingewiesen
Die große Rot – Kreuz Familie im Bezirk Murau versammelte sich letzte Woche im GH „Oberer Bräuer“ in Oberwölz um einerseits die umfangreichen Berichte über das letzte Arbeitsjahr zu hören, anderseits wurde auch auf besondere Probleme im Rettungsdienst hingewiesen und schließlich wurden langjährige Mitarbeiter mit besonderen Auszeichnungen geehrt.
Bezirksstellenleiter Muraus Bürgermeister Thomas Kalcher konnte zu dieser JHV auch Bgm. Hannes Schmidhofer, BH-Hofrat Florian Waldner, Vizepräsident und Ehren-Bezirksstellenleiter Werner Strauss sowie Bundesrettungskommandant Stv. Peter Hansak willkommen heißen. Besondere Ehrengäste waren eine starke Gruppe von Rettungsschwimmern die im Verlauf der JHV geehrt wurden. Erfreut ist man beim Roten Kreuz über die hohe Wertschätzung, welche die Bevölkerung entgegenbringe, dies zeige sich an der hohen Spendenbereitschaft für notwendige Anschaffungen. Es ist auch letztes Jahr, im 2. Corona Jahrgelungen die Leistungen des Roten Kreuzes im Bezirk Murau in vollen Umfang zu erfüllen, sagte Bez. Rettungskommandant Hubert Bacher. Viel habe die Einrichtung der Teststraße für behördliche Corona - Testungen von den Mitarbeitern abverlangt, aber niemals gab es ein „mag oder kann nichtmehr“.

Die Arbeit in Zahlen gegossen
Der Rettungsdienst (Hubert Bacher verantwortlich) hatte 13.359 Ausfahrten (+1.821) mit 767.371 gefahrenen Kilometer (+106.230), 571 Ausfahrten waren mit Notarztsystem (+77). Das Bildungsreferat (Stefan Feiel) absolvierte 67 Bevölkerungskurse (+35) mit 966 Teilnehmern (+505), der Blutspendedienst (Johann Fetka) mit 20 Mitarbeitern konnten bei 25 Blutspendeaktionen 1.480 Blutkonserven gewinnen. Besuchs- und Begleitdienst mit 33 Mitarbeitern (männlich/weiblich) absolvierten 2.957 Besuchsstunden (+1.893) für 878 betreute Personen ((+3). Mobile Pflege und Betreuung (Brigitte Lindner) verzeichnete 6.645 Betreuungsstunden (+581) bei 7.038 Hausbesuche (+222) für 187 Klienten, dafür gibt es 14 Mitarbeiter. Team Österreich Tafel (Rita Jäger) hat 109 Kundenkarten, 49 Mitarbeiter verzeichneten 2.310 Arbeitsstunden. Jugendrotkreuz (Birgit Heit) war wenig aktiv. Psychosoziale Betreuung (Paul Pürstl) hatte mit 18 Mitarbeiter 15 Einsätze für 138 betreute Personen. Das Dokuteam (Rene Herbert Heit) hat 5 Mitarbeiter, diese verfassten 82 Beiträge mit 724 Fotos in Social Media Foren. Die Rufhilfe (Alexander Peinhaupt) hatte 132 Teilnehmern, die Beschäftigungshilfe (Elisabeth Berger) hat in Oberwölz 10 und in Neumarkt 33 Mitarbeiter.

Finanzreferent Norbert Fritz gab Einblick in die finanzielle Gebarung 2021. Die Vereinseinnahmen aus Spenden und Mitgliedsbeiträge betrugen rund 314.000 Euro, an Umsatzerlöse wurden 1.331.000 verzeichnet. Der Personalaufwand schlug mit 1.280.500 zu buche, an Materialkosten wurden 146.000 und an KFZ-Kosten 282.000 Euro verrechnet. Durch sparsamen Umgang mit den finanziellen Mitteln habe man 27.080 Euro an Guthaben erwirtschaftet.

Auszeichnungen verliehen
Dienstjahre Abzeichen: Bronze für 10 Jahre an Jennifer Brunner, Christopher Lick, Alfred Wallner, Erwin Ebner; Silber für 15 Jahre: Franz Edlinger, Elfriede Macheiner, Werner Piber, Friedrich Seidl, Werner Strauss; Gold für 20 Jahre: Stefan Feiel, Marlies Geissler, Birgit Heit, Waltraud Schreilechner; 25 Jahre: Thomas Bestandmann, Margit Güttersberger, Anton Mostegel, Helmut Reidlinger; 30 Jahre: Franz Stolz; 45 Jahre: Johann Fetka; Dienstjahresabzeichen in Pflege und Betreuung in Silber für 15 Jahre Brigitte Kühr; Gold für 20 Jahre Gabriele Würger; Auszeichnungen für Rettungsschwimmer an Elena Eugen, Julia Bäckenberger, Alexandra Dröscher, Christine Dröscher, Anna Gerhart, Franziska Weiermair;: Trainer und Betreuer: Heidi Weirer, Claudia Bäckenberger, Gertraud Weiermair; Verdienstzeichen des Landesverbandes in Silber Christine Metnitzer, Harald Kocher, Bgm. Johann Schmidhofer.

Probleme im Rettungsdienst tun sich auf
Wie schon bei anderen Gelegenheiten wurde auch in Oberwölz auf ein besonderes Problem hingewiesen: Die wahren Probleme im Rettungsdienst sind nicht durch das Tun beim Roten Kreuz entstanden, so begann Hubert Bacher seine doch sehr mahnenden Worte an die Öffentlichkeit. Man habe mit vielen Verantwortungsträgern schon darüber Gespräche geführt, alle sind informiert. Wenn man die bisherigen Leistungen im Rettungsdienst weiterhin in dieser Form aufrechterhalten wolle, müsse sich nun etwas ändern, so Bacher. Für den qualifizieren Rettungsdienst stünden hoch motivierte, bestens ausgebildete Rettungs- und Notarztsanitäter. Nun würden manche Aufgaben für das Mitarbeiterteam demotivierend, so werden Ausfahrten für diverse Transporte angefordert, Beschimpfungen „warum kommt ihr wieder so spät“, oder Telefonate ob der Patient überhaupt in ein Krankenhaus muss, Heimtransporte auch zu unmöglichsten Zeiten wie ein Fall eines über 90jährigen, der bestand um 2.30 Uhr von Klagenfurt abgeholt und nach Murau heimgebracht werden müsse. „Wenn wir unsere Kernaufgaben im Rettungsdienst in bisherigen Umfang aufrechterhalten sollen, müsse etwas getan werden. Mehr Personal und mehr Fahrzeuge, sonst wird es nicht möglich sein. Es gibt auch keine Kostenanpassung mit den Kassen, jetzt aktuell mit den hohen Treibstoffpreisen, oder einen Wartezeitzuschlag, die Angleichung des Rettungsdienstbetrages aus der Einwohnerzahl mit der Tourismussituation (viel Tourismus bringt auch mehr Rettungseinsätze), auch der Ersatz von zugeteilten Zivildienern, die krankheitsbedingt ausgefallen sind mussten mit eigenem Personal ersetzt werden würden sich negativ auf das Budget beim Roten Kreuz auswirken. Hinzu kommen die negativen Auswirkungen auf die Rettungsfahrzeuge wegen der schlechten Straßenzustände im Bezirk Murau. Der Rettungsdienst war Dank des großen Einsatzes der hauptberuflichen wie auch freiwilligen Mitarbeitern bisher möglich, es sind aber dringend Verbesserungen gefordert, so die Mahnung des Bez. Rettungskommandanten.

Oberwölz bekommt neues Zuhause
Nachdem das nun in die Jahre gekommene Rot Kreuz Dienststelle räumlich und von der Ausstattung keinesfalls mehr den Anforderungen entspricht wurde in den Gremien bereits beschlossen einen Neubau in Umsetzung zu bringen. Von der Stadtgemeinde Oberwölz wie auch der Landesleitung und öffentlicher Hand gebe es bereits Finanzierungsunterstützungszusagen.  

Musikalisch feierlich umrahmt wurde die JHV von Sarah und Christoph aus Oberwölz.
      

Bildtext:
Die geehrten Rettungsschwimmer bei der Bez. JHV in Oberwölz, hinten v.l. Hubert Bacher, Werner Strauss, Thomas Kalcher und Peter Hansak.
Text und Fotocredit: Anita Galler

 


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