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Die Passionsspiele in St. Georgen am Kreischberg haben begonnen

Die Passionsspiele in St. Georgen am Kreischberg haben begonnenMontag, 25. Juli 2022

Die Premiere am Samstag besuchte auch Bischof Wilhelm Krautwaschl
Seit 100 Jahren gibt es in St. Georgen am Kreischberg die Christi – Leiden – Spiele, besser bekannt als die Passionsspiele. Dieses Jahr gibt es wieder die Passionsspiele, diesmal nicht in der Kreischberghalle, sondern am Platz unter der Pfarrkirche. Seit 1998 gibt es die Passionsspiele in regelmäßiger Abfolge, alle fünf Jahre zeichnet der Theaterverein St. Georgen für die Organisation verantwortlich. Der Initiator und langjähriger Spielleiter Klaus Sumann hat dieses Jahr seine Agenden seiner Nachfolgerin Zoe Hauer übertragen. Sie bringt viel Fachwissen für ihre Funktion mit, sie studiert in Wien Theater-, Film- und Medienwissenschaft und hat auch schon als Mädchen bei Passionsspielen in ihrem Heimatort St. Georgen mitgewirkt.


Besondere Rollen
Eine besondere Rolle im diesjährigen Passionsspiel hat Thomas Mörtl, verantwortlicher Pfarrer im Seelsorgeraum Murau – West inne - der Hohepriester Kajaphas, der Hauptgegenspieler zur damaligen Zeit gegen Jesus. Die Rolle Jesus spielt wie vor fünf Jahren Gregor Autischer. Für ihn wiederum eine große Herausforderung authentisch darzustellen, was Jesus damals gemacht hat. Ludwig Hermann spielt einen Apostel im Leben Jesu, bei der Kreuzigung schlüpft er in die Rolle des rechten Schächers, wo ihm Jesus verheißt, noch heute im Paradies zu sein. Eine undankbare Rolle spielt Hubert Autischer, Judas, den Verräter. Diese schwierige Rolle wollte nicht so schnell wer spielen. „Eine schon sehr schwierige Rolle, man muss schon sehr tief in diese Rolle hineingehen und dann auch wieder davon herauskommen, diese Rolle ist schon sehr tiefgreifend, wenn man weiß, was Judas verhalten Folgen hatte“. Sehr zu Herzen geht Margarethe Seidl die Rolle der Maria, „sehr berührend ist der Abschied von Jesus und dann die Kreuzigung, ich versuche in diese Rolle mich hineinzudenken“. Bisher hat sie die Rolle der Martha verkörpert. Christina Seidl hat schon als Kind mitgewirkt, diesmal spielt sie Maria Magdalena.

Frauen stärker in Rollen
Für die Regie zeichnet erstmals Zoe Hauer verantwortlich, der Text wurde etwas überarbeitet, Figuren, die vor 100 Jahren präsent waren wie allegorische Figuren einzubauen, vor allem wird die Rolle der Frauen stärker betont. „Wir wollen damit die realistische Rolle der Frauen in unserer Gesellschaft besser abbilden, sie wirken in der Pfarre, im Vereinsleben mit, auch zur Zeit Jesus haben Frauen eine wichtige Rolle gespielt, die aber in den klassischen Passionsspielen nicht vorkommen“.

Hoher Besuch bei Premiere
Spielleiterin Zoe Hauer konnte am Beginn der ersten Aufführung auch Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl, LT Manuela Khom und Bgm. Cäcilia Spreitzer begrüßen. Über die Bedeutung von Passion im christlichen Leben sagte uns Bischof Krautwaschl: „Das Leiden Jesu sagt uns, dass Gott uns so sehr geliebt hat, dass er sogar seinen Sohn hingegeben hat, heißt, wir dürfen Hoffnung haben in allen was uns angeht. Passion bedeutet auch Leidenschaft, ganz für eine Sache da sein, dass ist für mich sehr berührend, wie sich Jesus ganz in den Willen Gottes hineinstellt“. Auf die Frage, wonach bei den jetzigen Passionsspielen in St. Georgen Frauen doch sehr stark in Rollen mitwirken sagte Bischof Krautwaschl: „Es waren immer Frauen in der Kultur der damaligen Welt. Dass Frauen in der Umgebung von Jesus waren ist immer berichtet. Es wird allesmögliche geben Frauen in der Kirche an Aufgaben zu übernehmen, wichtig ist nicht das Amt in der Kirche, sondern dass wir Jesus nachfolgen, da sind wir alle gleich, ob Mann, Frau oder Kinder“.  

Die nächsten Aufführungstermine: Samstag, 30. Juli – 18 Uhr, Sonntag, 31. Juli – 15 Uhr, Samstag, 13. August – 18 Uhr, Sonntag, 14. August und Montag, 15. August (Feiertag) jeweils um 15 Uhr. Tickets gibt es bei oeticket.com.

Bildtext: Höhepunkt der Passion, die Kreuzigung Jesus in Bildmitte mit den beiden Mitverurteilten.
Text und Fotocredit: Anita Galler

 


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