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Die Zukunft für saubere Energie hat in Murau begonnen

Die Zukunft für saubere Energie hat in Murau begonnenMontag, 25. Juli 2022

Wasserstoff Energiezelle eröffnet – zukunftsweisende Technologie funktioniert
Einen Meilenstein in Energiesicherheit, in Zeiten wie diesen aktueller denn je, hat man in Murau gesetzt, es geht um die Versorgung mit Strom aus erneuerbarer Energie. Seit Jahren setzt man im Bezirk auf Sonnenenergie und Wärme aus Bioheizanlagen. Maßgeblich betrieben wurde diese Strategie von der Holzwelt Murau, einen der holzreichsten Bezirke Österreichs, so die Verantwortlichen. Seit einiger Zeit wird verkündet, im Bezirk Murau werde schon mehr Strom aus Sonne erzeugt als verbraucht wird, nun galt die Frage zu beantworten, wie kann man diese nicht gebrauchte Energie, die bei Tageslicht und guter Sonneneinstrahlung erzeugt wird, für die Zeit ohne Sonne wie Nacht nutzbar machen. Ein Pilotprojekt wurde nun unmittelbar neben dem Bürogebäude der Holzwelt Murau umgesetzt, es ist dies die Wasserstoff – Batterie Technologie. Damit wird nun das erste Regionalentwicklungsbüro Österreichs, in Murau, 365 Tage durchgehend 24 Stunden am Tag selbst mit eigenem Strom versorgt. Diese Anlage wurde nun vorigen Sonntagvormittag offiziell eröffnet.

Begrüßung und Infos
Zu dieser Feier konnte Obmann der Holzwelt Murau Bgm. Thomas Kalcher neben allen maßgeblichen Persönlichkeiten an der Umsetzung dieses Projektes auch LTP Manuela Khom und mehrere Bürgermeister vom Bezirk begrüßen. Wie Kalcher ausführte, ist die Holzwelt bemüht, den Bezirk Murau am Energiesektor weiter zu entwickeln. Das heißt, Energie selbst zu erzeugen, zu verwenden, zu speichern und somit eine Unabhängigkeit auf lokaler Ebene zu sichern. Der Krieg in der Ukraine ist nicht der eigentliche Grund dieser Bestrebungen, kann man aber mit einbeziehen in diesen Bestrebungen nach Energiesicherheit für die Region. Im Bezirk Murau sei man in Energieaufbringung breit aufgestellt, so Bgm. Kalcher, so mit rund 90 Wasserkraftanlagen, mehrere Bioheizanlagen und viele Photovoltaikanlagen. Die Hochphasen der Energieproduktion passiere im Sommer, wo aber weniger gebraucht werde, so war es notwendig Wege zu finden, die nicht verbrauchte Energie zu speichern, um sie nutzbar zu machen, wenn sie gebraucht wird.

So funktioniert das Projekt
Am Dach des Bürogebäudes der Holzwelt Murau wurde eine 15 kWpeak und 73 m2 große Photovoltaikanlage errichtet, von hier wird der erneuerbare Strom zur Wasserstoff - Energiezelle Johann geführt. Eine intelligente Steuerung macht es möglich, den gerade benötigten Strom sofort in das Stromnetz des Bürogebäudes zu leiten. Wenn mehr Strom als gebraucht erzeugt wird, dann wird dieser in einen 9,6 Kilowattstunden fassenden Batteriespeicher eingelagert. Ist der Batteriespeicher voll, wird der am Dach produzierte erneuerbare Strom mit Elektrolyse von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt und der Wasserstoff in Druckspeicherbehältern eingelagert. Diese Druckspeicherbehälter haben eine Lagerkapazität von 18 Kilogramm, dies entspricht einen Energiegehalt von 600 Kilowattstunden. Wenn nun im Winter und anderen Tagen die Photovoltaikanlage keinen oder zu wenig Strom liefert erzeugt die Wasserstoff – Energiezelle den für das Bürogebäude benötigten Strom. Dabei wird zuerst der Batteriespeicher entleert und in weiterer Folge der eingelagerte Wasserstoff mit einer Brennstoffzelle in Strom zurückgewandelt. Die Wasserstoff – Energiezelle erzeugt auch Wärme, diese wird in das Bürogebäude der Holzwelt geleitet und für die angenehme Raumtemperatur ist gesorgt. Die Gesamtkosten für dieses Projekt beliefen sich auf 110.000 Euro, die Wasserstoff – Energiezelle vom steirischen Unternehmen „Elements Energy GmbH.“ geliefer4t kostete 60.000 Euro. Diese Investition wurde von der Regionalentwicklung Steiermark über das EU-Regionalmanagement Murau-Murtal, aus Eigenmitteln der Murauer GreenPower Gen., Klima- und Energiefonds und Holzwelt Murau finanziert.

Lobende Worte
Für Holzwelt GF Harald Kraxner war es ein besonderer Freudetag diese Anlage nun offiziell in Betrieb nehmen zu können. Für die Herstellung der gesamten Anlage wurden regionale Unternehmen beauftragt. Ein derartiges Projekt sei nur umsetzbar, wenn sich Partner finden, dies sei in diesem Fall ausgezeichnet gelungen, so Harald Kraxner. Energieexperte Erich Fritz erläuterte den vielen Teilnehmern an der Eröffnungsfeier die Technik dieser Anlage. Ernst Autischer, Obmann der jungen Genossenschaft GreenPower bedankte sich bei einigen Pionieren und Partnern, dass dieses Projekt erst möglich wurde. „Diese Pioniere haben die Samen für diesen Schritt gelegt, wir sind sicher, dass wir die Ernte einfahren werden“, so Ernst Autischer. Ohne Energie wird die Menschheit nie auskommen, „jetzt haben wir die Chance, die Energie die vom Himmel als Sonnenlicht herabfällt als für uns nutzbare Energie zu nutzen“. Der Bezirk Murau ist der 4. sonnenreichste Bezirk Österreichs, diese Chance sollte man nutzen, so Ernst Autischer. LTP Manuela Khom erwähnte, der Bezirk Murau ist schon lange in dieser Richtung voraus, es gelte allen Gemeinden zu danken, die sich daran beteiligen. Sie sehe den Wasserstoff als die Zukunft in der
Energieversorgung, „die Entwicklung gehe weltweit voran, das Schöne ist, Murau ist vorne dabei“. Ziel wird und müsse es sein, von Energie autonom zu sein, Wertschöpfung für die Region zu sichern. Den kirchlichen Segen erteilte Prior Pater Gerwig Romirer, ehe anschließend in WM Halle der Radio Frühschoppen aus Anlass dieser Projekteröffnung durchgeführt wurde.    
 

Bildtext: v.l.n.r.: HolzweltObmann Bgm. Thomas Kalcher, GreenPower Vorstand Dr. Markus Schlick, Holzwelt-Geschäftsführer Harald Kraxner, GreenPower Obmann Mag. Ernst Autischer, Holzwelt Obmann Stv. Gottfried Guster, Landtagspräsidentin Manuela Khom, KEM Manager Mag. Erich Fritz, Energy Elements GF. Philipp Wünscher

Text und Fotocredit: Anita Galler

 


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