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Krakaudorf feierte sein Kirchweihfest

Krakaudorf feierte sein KirchweihfestMontag, 8. August 2022

Samsonumzug am Nachmittag war wieder Höhepunkt
Die Pfarre Krakaudorf feiert am ersten Sonntag im August ihr Kirchweifest, den hl. Oswald. Die kirchlichen Feiern waren am Vormittag mit einem Schützenamt und Hochamt in der Pfarrkirche, anschließend die Festtagsprozession durch den Ort. Pfarrbewohner von Krakauebene waren mit einer Prozession nach Krakaudorf gekommen um hier das Kirchweihfest mitzufeiern. Die Schützengarde und die Schützenmusikkapelle wirkten bei den kirchlichen Feiern mit. Die kirchliche Feier am Vormittag leitete Ortspfarrer Josef Stuhlpfarrer.

Am Nachmittag galt die besondere Aufmerksamkeit dem Samson, der begleitet von der Schützengarde und der Schützenmusikkapelle vom Heimathaus zur Kirche und hier weiter durch den Ort zog und bei den Stationen mit den Samsontänzen und den Salven der Schützengarde mit viel Beifall gefeiert wurde. Die beiden Samsonträger Heimo Zorko und Armin Siebenhofer hatten einen anstrengenden Tag zu bestreiten, rund 75 kg wiegt der Samson, dieser schultet der Träger alleine beim Samsontanz. Die rund 150 Salven meldete Schützenhauptmann Otto Siebenhofer, diese galten den anwesenden Geistlichen, politischen Vertretern sowie vielen aus Gesellschaft und Wirtschaft. Für diese Personen bedeutet eine Salve als besondere Ehre und sie zeigen sich mit einer Gabe an die Schützengarde erkenntlich. Eigentlich die einzige Einnahme der Schützengarde um ihre Ausgaben für Munition, Uniformen und Kameradschaft zu finanzieren.

Die Schützengarde
Die Schützengarde und die Schützenmusikkapelle sind mit der Franzosenuniform ausgestattet, dies ist Beweis dafür, dass sie in der Zeit der Franzosen im Krakautal gegründet wurde, sie soll 1740 erstmals mit 15 Mann aufgetreten sein. Jetzt sind 55 Mann bei der Schützengarde, die von Kommandant Otto Siebenhofer geleitet wird. Er hat diese Funktion vor rund 3 Jahren von Josef Schweiger übernommen. Hinzu kommen noch 40 Schützenmusikanten, Kapellmeisterin ist von Teresa Sumann.

Der Samson
Der Krakaudorfer Samson hat auch eine besondere Geschichte: Um 1809 war ein Soldat der französischen Armee in Krakaudorf untergetaucht, er fand beim Bauernhof Langmaier, vulgo Pichlschneider Unterschlupf. Die Franzosen bemerkten nicht, dass sich in diesem Gebiet eine Siedlung (Ort Krakaudorf) gab und zogen wieder ab, ohne ihren Deserteur gefunden zu haben. Dieser kam nach dem Abzug aus dem Versteck und begleitete die Fronleichnamsprozession in seiner Franzosenuniform. Dieser namens Johann Durrach versprach der Krakaudorfer Bevölkerung, als Dank für die Aufnahme einen Samsonkopf zu schnitzen. Dieser entstand 1809 und er trug ihn bei der Prozession mit. Der Samsonkopf wurde auf ein Holzgestell montiert, so entstand nach Überlieferung noch im selben Jahr der erste Samson von Krakaudorf. Mehrmals musste der Samson wieder neu gerichtet werden.

Das Oswaldifest wird schon seit Wochen vorbereitet, eine sehr wichtige Person ist in den Wochen zuvor Kämmerer Josef Schweiger jun., ein Enkel des über Jahrzehnte amtierenden Kämmerer Josef Schweiger sen. Er ist für die Reinigung der Uniformen, Riemen, Bärenfellmützen verantwortlich.
Anita Galler

Bildtext: Der Samson von Krakaudorf wurde gestern vielfach bewundert und fotografiert.

Text und Fotocredit: Anita Galler


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