top of page

Der Kirchen-Narr im Kirchenjahr

Einen vergnüglichen Abend erlebten die Besucherinnen und Besucher des Katholischen Bildungswerks im Judenburger Pfarrheimsaal. „Kirchen-Narr“ Josef Promitzer präsentierte das Kirchenjahr in 90 Minuten. Die Leiterin des Katholischen Bildungswerks Judenburg, Renate Perner, stellte den Lach- und Humortrainer vor und bedankte sich bei ihm – trotz der Verschiebung des Termins – für sein Kommen.

v. li.
v.li. Peter Guggenberger, Josef Promitzer, Tadeusz Prokop, Renate Perner, Rudolf Rappel und Vikar Nirmal Jo Thomas

Als Kunstfigur des Mesners Hupert aus der imaginären Pfarre St. Laudatio brachte Promitzer das Publikum zum Lachen. Dabei spielt es keine Rolle, ob über oder mit der Kirche gelacht wird – Hauptsache, es wird gelacht.

Renate Perner und Josef Promitzer in humorvoller Pose – ein Abend voller Lachen und kirchlichem Kabarett im Pfarrheim Judenburg.
Renate Perner und Josef Promitzer in humorvoller Pose – ein Abend voller Lachen und kirchlichem Kabarett im Pfarrheim Judenburg.

Der „Sakristeidirektor“ sprach die Anwesenden als Firmunterrichtsteilnehmende an. „Als Gefirmte ist man durch den Wirkstoff Heiliger Geist zu 90 % vollimmunisiert gegen jeglichen Unfug, der in dieser Welt auf einen einprasselt“, erklärte er. „Und in Zukunft, so hört man aus informierten Kreisen, soll eine generelle Firmpflicht eingeführt werden. Das Gute an der Firmung ist, dass nur eine einzige Immunisierung nötig ist – und diese weist keinerlei Nebenwirkungen auf.“


In einem weiteren Abschnitt nahm der Kabarettist das Publikum mit auf eine Entdeckungsreise zu einer Spezies, die zwar beinahe ausgestorben ist, aber nichts von ihrer Faszination verloren hat: die Katholiken. Diese seien Wesen, die nicht von der Welt, aber in der Welt sind. Im Grunde seien Katholiken Außerirdische, weshalb ihre Lehren und Riten heute oft auf Unverständnis stoßen. Und weil Gott keine Lust habe, ständig Richtigstellungen vorzunehmen, habe er die Theologen geschaffen – was die Kommunikation zwischen Gott und Mensch allerdings eher erschwert habe.


Heiter vergingen die Minuten mit den Seelsorgen der Katholikinnen und Katholiken. Sie nehmen einen Großteil ihres Lebens ein, weshalb sich im Laufe der Zeit das Amt des Seelsorgers herausgebildet hat. Doch im Himmel – so der Trost – gibt es keine Zeit und somit auch kein Kirchenjahr mehr, nur Ewigkeit. Und in dieser Ewigkeit hätten die Katholikinnen und Katholiken endlich Zeit, sich mit Gott zu beschäftigen.


Foto Crédit: Walter Schindler

コメント


bottom of page